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Dresdner Gesangbuch auf höchsten Befehl herausgegeben : mit Königl. Sächs. allergnädigstem Privilegio
Entstehung
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Wesen und Eigenschaften.

5. Sollt' ich denn nicht gern dich preisen, und dir, mein Gott, den Dank erweisen, der deiner Vater treu gebührt? Eaglich will ich dir lobsingen und mich im Geifte zu dir schwingen, bis mich dein Arm zum Himmel führt. Da liegen bann vor mir mehr Quellen noch als hier, immer offen, auf ewig dein mich zu erfreun, und deines Preises voll zu sein.

4.

Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c.

Von on allen Himmeln tont dir, Sperr, ein froher Lobgefang. Bu bir, Anbetungswürdiger, steig' auch der Menschen Dank.

2. Du brauchst zwar unsere Prei­fes nicht, bist selig ohne ihn, doch bleibt dein Lob stets unsre Pflichts wer darf sich der entziehn?

3. Dich preisen, ist uns Selig­keit; dir danken, hohe Lust; schon hier fühlt, wer sich deiner freut, den Himmel in der Brust.

4. Und du, der uns Empfindung zab für deine Herrlichkeit, siehst hulbreich auf das Lob herab, das inser Herz dir weiht.

5. Wir stammelns zwar in Schwachheit nur, so heiß das Herz uch glüht; denn deinen Ruhm, err der Natur, erreicht kein sterb­Ich Lied.

6. Doch du verschmähst das Opfer icht, das dir die Undacht bringt, Fie sich mit Kindeszuversicht zu dei= em Throne schwingt.

3

7. So soll dein Lob benn allezeit in unserm Munde sein, und dank­voll deiner Gütigkeit stets unser Herz sich freun.

8. Einst fingen wir im höhern Ton dir unsrer Seele Dank; und dann erschallt an deinem Thron ein beßrer Lobgefang.

Ichig net ser

Dasein Gottes.

5.

Mel. Herzliebster Jefu, was ic.

Es ist ein Gott; er hat auch mich erschaffen. Was hätt' ich wider Furcht und Gram für Waffen, wenn diese Welt kein Werk zu seiner Ehre, wenn er nicht wåre?

Zhier beneiden. Uch, mir versiegte 2. Dann würd' ich unter mir das jeder Quell der Freuden; und jeder Wüste werden! Luftort würde mir auf Erden zur

nicht verloren? Ja, besser wårs, ich 3. War' ich nicht elend, wär' ich wäre nie geboren, als nichts, in grauenvollen Finsternissen, von Gott zu wissen.

4. Dann würde mich der Durft nach Glück nur qualen und ich gewiß der Sehnsucht Ziet verfehlen. Dann wäre mir der Lüfte wild Getümmel mein Gott, mein Himmel.

5. Flicht, låsternde Gedanken, ihr beflecket von ferne schon die Seele, die ihr schrecket; flieht! Nur der finftre, blinde Wahn der Thoren, hat euch geboren.

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6. Ich