520 Gesinnung und Verhalten des Christen
bringt zum ew'gen Frieden. Sklavenbande zerris, der Weint, Freunde, nicht; in der Prüfungszeit sein denkt: Wiedersehn! Die Herz der Tugend treu geTodten werden auferstehn! weiht.
4. Belebend finkt ein Sonnenstrahl einst auf die Gräber nieder; und was hier schläft, erwachet dann zum schönern Leben wieder. Im Winter starb die Blume; seht, fie blüht, vom Frühlingshauch um weht!
9. Auf Gräbern der Entschlafnen set der Tugend Bund aufs neue versiegelt; hier gelobe ich der Tugend ew'ge Treue! Ja, heilig fei mir jede Pflicht, bis einst mein fterbend Auge bricht!
5. Und was man hier der
Erde gibt, ist nur des Geis 699 Mebt und
Mel. Es ist bus Heil uns Dein Heiland
stes Hülle. Unsterblich ist des Menschen Geist; Vernunft und guter Wille erhebt uns über Welt und Zeit, die Tugend führt zur Seligkeit! mein Blick
hat die Macht des Todes ganz bezwungen, und sieg reich aus des Grabes Nacht zu Gott fich aufgeschwun 6. Drum kann mein Blick sein Sieg ist mein. Sein gen. Er ist mein Haupt, vom Todtenfeld zum Himmel soll mein ganzes Leben sepn; fich erheben; und winkt und ihm will ich auch fierauch mir das fühle Grab, ben. darf ich nicht ängstlich beben. Ich pflücke nach vollbrachter Zeit die Blume der Unsterblichkeit.
Das ists, fellt,
7. Was ihr einst war't, das bin ich fegt, ein Pilger bier auf Erden, was ihr, entschlafne Brüder, sepp,
2. Nicht ewig wird, wer dein Wort hält, den Tod, o Jesu, schauen. was mich zufrieden der Gräber selbst bei Grauen. Ich bin getroff und unverzagt, weil du den Deinen zugesagt: ich leb',
und ihr sollt leben.
werd ich vielleicht bald werden. Nun dann; durchs Todesthal eilst du, mein Geist, dem Baterlande zu!
3. Wird gleich mein Leib des Todes Raub; er wird doch wieder leben, und einft 8. Doch dem nur wird der aus der Verwesung Staub Uebergang zu jenem Vater fich neu gebild't erheben. lande ein Weg zum Heil, Wann du, o großer Lebens der muthig bier des Lafters fürft, nun deinen Tobten


