516 Gesinnung und Verhalten des Christen
Mel. Seelenbräutigam
4. Wer zählet die Gefah till erheben wir ren, die uns auf Erden
691 S du uns nicht
bewahren, so stürzen sie uns schon.
5. Auf allen unfern Wegen umhüllt uns Dunkelheit und oft ift Noth zugegen, wo unser Herz sich freut.
zu dir. Herr, wie könnten wir mit Grauen nur ins Grab hernieder schauen? Hoffnung sendest du uns vom Himmel zu.
2. Du bists, der uns liebt, wenn er nimmt und giebt. Ja selbst, was wir hier beweinen, wird einft freuden reich erscheinen, wenn auch uns zur Gruft deine Stim me ruft.
3. Gott, wir zagen nicht. Du gibst Troft und Licht, und du willst zum bessern Leben auch durch Leiden uns erheben. Bis zum Tode sei unser Herz dir treu!
Bei Beerdigung eines Verunglückten.
692 Ven Trauer, trauen.
Rel. Christus, der ist mein erzeih der tie
Geift.
die unser Herz erfüllt! Wir fehn mit bangem Schauer des Todes Schreckenbild.
2. Was ist des Menschen Leben! Was ist des Menfchen Kraft? Wie schnell, von Angst umgeben, wird er dahin gerafft!
6. Doch Alles, was geschiebet, erfolgt auf dein Gebot. Du willst, der Tod entfliehet. Du willst, so kommt der Tod.
7. Ach, dieß nur macht uns ftille: wir sind in deiner Hand, und gnädig ist dein Wille, allweise dein Verstand.
8. Wo wir oft ängstlich zagen, erhöhst du unser Glück, und lenkft von trübern Tagen uns wunder bar zurück.
9. Auch wenn des Todes Grauen uns plößlich niederreißt, darf unser Geift dir Du liebeft unsern
3. Gefund und muthig schreitet er durch die Welt einher. Ein Unglück wird bereitet, und ach, er ist nicht mehr..
10. Er kann und wird nicht sterben, er eilet nur hervor, entreißt sich dem Verderben und schwebt zu dir empor.
11. O lehr uns wachen, beten, und stets besonnen seyn, daß, wenn wir vor dich treten, wir deines Heils uns freun.
12. Da schwinden dann die Schrecken auf ewig von uns


