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den hohen, seligen Genüssen des Himmels empor. Von dir geleitet, fühlen wir uns dem Höchsten nah, und tief in unserm Innersten ertönt der Zuruf an uns: Bedenke, o Mensch, daß du nicht bloß Staub von Staub geboren, sondern göttlichen Geschlechtes und zur Ewigkeit aus dem Nichts hervorgerufen bist!
Stille, heilige Andacht, dir sey denn auch so manche beßre Stunde meines Lebens, dir sey mein ganzes Herz geweiht, und will das Gewühl sinnlicher Zerstreuungen und das Getöse der Welt mit ihren verführerischen Reißen und Ergeßlichkeiten den bes sern Menschen in mir betäuben: dann gewähre du mir Schuß gegen die Gefahren, die meiner Seele drohen; mein Geist und mein Gemüth erhebe sich dann im Stillen zu ihm empor, der mich nach seinem Bilde und für höhere Welten geschaffen hat, und ein vertrauter Umgang mit ihm rette mein besseres Gefühl und das köstliche Kleinod, das ich hier erringen und besitzen kann, meine Tugend!
Ja, ein höchst kostbares Kleinod ist die Tugend! Wer in ihrem Besitze ist, besitzt das höchste Gut des Lebens, und ohne sie hat alles andere für uns keinen wahren Werth. Redliche Gesinnung, guter Wille, Wahrhaftigkeit im Reden und Handeln, durchgängige Rechtschaffenheit, unverbrüchliche Pflichttreue, Unbescholtenheit des Charakters und Reinheit des Gewissens wer dieß alles errungen hat, der hat auf Erden das Höchste und Herrlichste errungen; er stehet in der Reihe edlerer Wesen, und ist dem ähn
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