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Die Beschreibung der Zerstörung
Pöbel und Landvolk. Das Kriegsvolk hat da weder alt noch jung dverschonet, nicht der Schwangern, nicht der Kinder in der Wiege. Sechs tausend junge Männer hat Vespasianus auf einmal, als leib. eigene Leute, geschickt, an dem Isthmo zu graben in Achaja. Dreißig tausend jüdische Kriegsleute sind zu der Zeit auf einmal für Leibeigene verkauft. Fünf tausend haben sich aus Verzweiflung selbst von hohen Felsen herabgestürzt.
in Zu der Zeit war ein trefflicher Mann, sehr gelehrt, weise und verständig, priesterlichen Amts unter den Juden, und der Obersten einer im Kriege, mit Namen Josephus. Als er im ersten Schrecken mit etlichen Wenigen in eine Höhle geflohen, bei der Stadt Jotapata, in Galiläa, ward er ergriffen und zu Vespasiano geführet; und als er demselben prophezeiete, er würde noch Kaiser werden, hat er ihn gnädig erhalten; und derselbe Josephus hat uns geschrieben hinterlaffen, was wir von dieser Geschichte wissen.
-ake Als dies in Galiläa geschabe, ist ein Haufe gesammletes, freches, räuberisches Volk gen Jerusalem gekommen, da hat einer der großen Herren, Johannes, zuwege gebracht, daß er durch diese Rotte das Regiment an sich brächte. Da ist abermals ein heimliches Morden, viel Rauberei und Plündern zu Jerusalem gewesen, und hat sich es allenthalben zum großen Unglück geschickt, und ist die arme Stadt allenthalben sehr geplaget worden. Es sind um diese Zeit etliche Hohepriester erschlagen, und viel Blut, auch sogar im Tempel, vergoffen worden. Josephus schreibet, daß zwölf tausend von den besten und edelsten Juden in diesem Lärmen umgekommen sind, deren Güter und Häuser man dem Pöbel und Knechten zu plündern gegeben. Etliche meinen, daß dieses die Römer durch List zugerichtet haben.
So war nun damals schon, ehe das rechte Wetter sie überfiel, Jerusalem mit dreierlei Unglück geplaget, nämlich mit dem Kriege der Römer, mit Aufruhr und allerlei Meuterei in der Stadt, und mit den Tyrannen, welche sich durch Gewalt und List einer nach dem andern aufwarfen, und ist um der Herrschaft willen viel Blut vergossen worden.
Als nun zu derselbigen Zeit die Gadarener sich den Römern widerseßten; mußte sich Vespasianus eilend aus dem Winterlager erheben, und nahm er Gadara die Stadt ein, und erschlug durch seinen Hauptmann Placidum, bei die dreißig tausend Bürger in der Flucht, zweitausend nahm er gefangen, der andere Pöbel und flüchtige Haufe stürzte sich in den Jordan, und ihre tødten Körper sind im Jordan bis an die See Aspaltiten fortgeflossen, welche man das todte Meer nennet; darauf sind jenseits des Jordans bis gen Macharon allenthalben alle Juden von den Römern überfallen worden, und im großen Schrecken umgekommen.
Es war bei dem Ausgang des Winters, im Anfange des Frühlings, als Vespasianus hörete, daß Nero tort wäre; er lag zu Cäfaräa, und machte sich eilend auf. Er hatte alle Städte der Juden eingenommen, außer etlichen Schlössern, welche einige fremde Krieger inne hatten, und hatte er allenthalben die Städte mit Rö


