74 3. Gebete für die häusliche Andacht.
läßt mich auch im Tode an dir einen gnädigen Richter erwarten, der mir die Verheißung Jesu genießen lassen wird: wer an mich glaubet, der kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tote zum Leben hindurch gedrungen. Ja, im Glauben sehe ich schon den Him mel offen, und Jesum sitzen zu deiner Rechten', welcher mir die Krone der Gerechtigkeit reichet, und mir zum Besitz jenes unvergånglichen, unbefleckten und unverwelklichen Erbes, das behalten ist im Himmel, helfen wird. Der Erde gebe ich den Leib, den ich von ihr erhalten habe, wieder, aber nicht auf ewig, sondern, bis Jesus, der große Todtenerwecker, ihn aus seinem Staube, schön, herrlich und verklärt, wieder ers bauen, mit seiner seligen Seele vereinigen, zur ewigen Herrlichkeit einführen, und so die Hoffnung meines Glaubens erfüllen wird:
Auferstehn, ja auferstehn wirst du,
Mein Staub, nach kurzer Ruh. Unsterblich's Leben wird, der dich schuf, dir geben.
3war beugt mich tief der Schmerz der Trennung von den Meinen, mit denen ich durch das Band der herzlichsten und treuesten Liebe verbunden bin; aber in dem festen Vertrauen, du, mein Gott, werdest nach meinem Ableben für die Meinen als Vater sorgen, durch deinen heiligen Geist, sie auf dem Wege eines rechtschaffenen Glaubens und einer unverfälschten Gottseligkeit bis an ihr Ende erhalten, tröste ich mich der Hoffnung: dort werden wir uns wiedersehen, unser Herz wird sich freuen, und unsere Freude wird niemand von uns nehmen.
So geh' ich, frep von Kummer, des Todes dunkle Bahn;
Mir bricht nach kurzem Schlummer ein ew'ger Morgen an. Heil mir, er ist nicht fern, der leßte meiner Tage: Er kommt, und alle Klage wird Lobgesang dem Herrn.
Amen.
Ein


