Morgenlieder.
Ich strauchle und du haft Geduld Ich irre, du zeigst mir die Bahn, und hilfst, wo niemand helfen kann.
4. Was riß mich aus so mancher Noth? Wer war mein Retter und mein Gott, wenn oft ich, dem Berderben nah, mit Schaudern in die 3ukunft fah?
5. Die Hülfe kam allein vom Herrn, vom Ewigen, er hilft uns gern. Nur er war meine Zuversicht, sein starker Urm verließ mich nicht.
6. Lob sei dir, Herr der Herrlich leit! von Ewigkeit zu Ewigkeit! Den Leib und meinen besten Theil begnadigst du mit Trost und Heil.ad
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7. Ein neuer Zag, ein neu Geschenk! Ich leb' nur, wenn ich dein gedenk'. Doch geh', denn wer ist so gerecht? nicht in's Gericht mit deinem Knecht.
8. Laß mich, als im Vorübergeh'n, die Welt und ihre Schäße seh'n. Es komme mir nie aus dem Sinn, daß ich ein Gast und Fremdling bin.
9. Mein Glück, mein Trost, mein Heil bist du, stróm' hier mir deinen Frieden zu, und schenk' nach dieser Prüfungszeit mir dort den Lohn der Ewigkeit.
Mel. Ich dank' dir, lieber Herre 2c.
11. 8 hat uns heißen treten, o Gott! dein lieber Sohn, mit herzlichen Gebeten, vor deinen hohen Thron, und uns mit theurem Umen Erhörung zugesagt, wenn man in sei: nem Namen nur bittet, fleht und klagt.
2. Darauf gründ' ich die Bitte in dieser Morgenstund', erhör'nach deiner Güte, was ich aus Herzensgrund vor dir, mein Gott! begehre im Namen Jesu Christ, und gnädig mir gewähre, was Seelen nüßlich ist.
3. Nicht aber mir zu geben, bitt' ich, aus deiner Hand, Geld, Gut und langes Leben, nicht Ehr' und hohen Stand; denn dieses ist nur nichtig und lau ter Eitelkeit, vergänglich, schwach und flüchtig, verschwindet mit der Zeit.
4. Ich bitte, mir zu schenken ein fromm und keusches Herz, das nimmermehr mag denken auf liederlichen Scherz, das stets mit Liebe flammet
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zu dir, Gott! himmelan, und alle Luft verdammet der lastervollen Bahn.
5. Hernach laß mich gewinnen, nach deiner großen Kraft, Kunst, Weisheit, kluge Sinnen, Verstand und Wissenschaft, daß all' mein Thun und Handel die mag gefällig sein, und vor der Welt mein Wandel sei ohne falschen Schein.
6. So wird von jenen allen Stand, Leben, Ehr' und Geld auf meine Seite fallen, so dir es, Gott! gefällt. Man muß die Seel' erst schmücken, so wirst du allgemach den Leib auch schon beglücken; Glück folgt der Eugend nach.
12.
ott des Himmels und der Erden, Vater, Sohn und Heil'ger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn' und Mond uns scheinen yeißt, dessen starke Hand die Welt, und was drinnen ist, erhält!
2. Gott! ich danke dir von Herzen, baß du mich in dieser Nacht vor Ge fahr, Ungst, Noth und Schmerzen treu behütet und bewacht, daß des bösen, Feindes List mein nicht machtig wor den ist.
3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jest mit dieser Nacht vergeh'n. Uch, Herr Jesu! laß mich finden deine Wunden offen steh'n; da alleine Hülf und Rath ist für meine Missethat.
4. Hilf, daß ich auch diesen Morgen geistlich auferstehen mag, und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein groBer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht.
5. Führe mich, o Herr! und leite meinen Gang nach deinem Wort! Sei und bleibe du auch heute mein Beschü ßer und mein Hort! Nirgends, als von dir allein kann ich recht bewahret sein.
6. Meinen Leib und meine Seele sammt den Sinnen und Verstand, großer Gott! ich dir befehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr' und Ruhm! nimm mich auf, dein Eigenthum.
7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Ane schlag' von mir wende, und mich halt


