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Neu eingerichtetes Freibergisches Gesangbuch nebst einem Anhange neuer Lieder
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Morgenlieder.

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in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh' trage nach dem Himmel zu.

8. Hore, Gott! was ich begehre, Vater, Sohn und heil'ger Geist! Mei= ne Bitte mir gewähre, der du selbst mich beten heißt: so will ich dich hier und dort herzlich preisen fort und fort. H. 2. Mel. Gott des Himmels und der ic. * 13. Gott ott sei Preis! Ich lebe wieder, Vater! und em­pfinde mich. Mit mir wachen meine Lieder und erheben dankbar dich; denn dein Nug' hat in der Nacht über mich,

dein

in Sünd' und Noth gebracht. Gieb, daß ich auch diefen Tag oft an's Ende denken mag.

3. Hilf, daß ich in aller Stille thu, was mir zu thun gebührt, und wofern mein schwacher Wille würde durch mein Fleisch verführt, sei mir gnädig und verleih', daß ich gleich vollBuße sei.

5. Keinen Tag zählst du vergebens, Gott, durch den ich bin! mir zu. Jeder ist ein Theil des Lebens; jeden, jeden richtest du. Lehr' mich wachen, daß mir nie ungenügt ein Tag entflieh'!

6. Heute leb' ich, laß auch heute nicht umsonst mein Leben sein! Laß mich nach vollbrachtem Streite dieses Tages auch mich freu'n! Recht zu handeln, gieb mir heut' Starke, Lust, Gelegenheit! B. M. Mel. Gott des Himmels und der 2c. 14. Serr! daß ich an diesem Mor:

gen abermal gesund er­wacht, daß ich diese Nacht von Sor: gen und von Schrecken frei vollbracht, Herr! dafür muß ich allein deiner Güte dankbar sein.

2. Wenn ich einst vollendet habe diese meine Pilgrimszeit, ruh' ich auch also im Grabe bis zum Licht der Ewigkeit. Auch in dieser langen Nacht wird mein Staub von dir be: wacht.

3. Ich erwach' aus Staube wieder und mein Lobgesang mit mir; dann erschallen meine Lieder mächtiger und reiner dir. Ewig

fein! Ewig' schlaf ich nicht mehr ein! 15.

4. Wach' auch über meine Tage, Jesu, meine Zuversicht! daß mich kei­ner einst verklage, wenn du kommst zum Weltgericht; daß ich dir im Leben treu, und dort unerschrocken sei!

4. Herr! bekehre, die mich hassen, und zernichte dessen Rath, der, um meinen Fuß zu fassen, mir ein Neg gestellet hat. Doch hilf, daß mein Herz dabei frei von aller Rache sei. 5.

Segne, die es mit mir meinen, und die, so mir anverwandt, Herr! damit heut' an den Deinen deine Güte werd' erkannt, so sei deine Gnadenhand über sie stets ausgespannt.

6. Willst du mehren, was ich habe, du weiß'st, was mir nüßen kann; ich nehm' es, als deine Gabe, freudig und erkennts lich an. Mehrst du's nicht, es gilt mit gleich, mach' nur meine Seele reich. Mel. Aus meines Herzens Grunde zc. err Himmels der

Gott von Ewigkeit, der

Tag und Nacht läßt werden auf un­terschiedne Zeit! du, du hast wunder­bar den Wechsel unsrer Stunden in deinem Rath erfunden, und änderst Zeit und Jahr.

2. Nun beschüße mich auch heute, daß ich nicht durch Satans Macht, noch durch Frevel böser Leute, werd'

2. Du kannst in allen Ländern, wenn deine Stunde schlägt, den gro­ßen Himmel ändern, der Sonn' und Monden trägt, und machst, wie dir's gefällt, ob wir gleich nicht drum sor­gen, des Abends und am Morgen ganz

eine neue Welt.

3. Bald geht die Sonne nieder, und es wird finstre Nacht, wo unsre Au­genlider auf ihre Ruh' bedacht; bald wird's auch wieder Tag, und allem giebst du Leben, was vor dem Schlaf ergeben und bald gestorben lag.

4. Nun, Herr! dieß alte Wunder behält noch seinen Lauf; die Sonne gehet unter, und Gut' und Bösen auf. Das thut die große Freu' und Allmacht deiner Hände, die ist bis an das Ende noch alle Morgen neu.

5. Du hast mir Leib und Leben be. hütet vor Gefahr, und heute neu ge