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Neu eingerichtetes Freibergisches Gesangbuch nebst einem Anhange neuer Lieder
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noch Schade verleßt, ja nur geschreckt; der Schlaf hat mich erquickt, daß nun mit frischen Kräften, zu des Berufs Geschäften, mein Geist sich freudig schickt.

3. Beschirme mich auch heute, wenn Satan Nege legt. Hilf, daß ich wi­derstreite, sobald das Fleisch sich regt. laß mich den ganzen Tag vor deinen Augen wandeln, daß ich nicht blos fromm handeln, nein, auch fromm denken mag.

4. Fromm laß mich, doch gesellig; klug, doch von Falschheit rein; frei­müthig, doch gefällig, und stark zur Tugend sein; daß nichts den Muth be­stürzt, kein Zorn die Liebe hindert, den Ernst noch Sanftmuth lindert, den Scherz noch Weisheit würzt.

5. Was dein Gebot verleget, laß nie mit Lust mich schau'n. Wenn es die Welt ergößet, erweck' es mir doch Grau'n. Schnell wirkt des Lasters Gift. Nichts, nichts sei mir verhaß­ter; doch, daß mein Haß das Laster, nicht meinen Mitknecht, trifft.

6. Des Nächsten Ehre schmälern, emiehet mein Christenthum. Ein Ruhm aus fremden Fehlern ist nur ein schnd­der Ruhm. Laß den mich immer flieh'n; nie schlimm, was gut ist, deuten, und seh' ich Undre gleiten, es jedem Aug' entzieh'n.

Morgenlieder.

7. Bei Fleiß und Urbeit schleiche kein Geiz sich in mein Herz, und frem­de Noth erweiche mich leicht zu edlem Schmerz. Kein Glück, das Undern blüht, empore mich zum Neide, und kein Genuß der Freude verzártle mein Gemüth.

8. Gieb, daß an diesem Tage sich mir kein Unfall naht, und trifft mich eine Plage nach deinem weisen Rath: ſo gieb, daß ich alsdann mein Leiden

nicht murre, dulde, früh dir vertrauen kann.

9. Wie bald ist's überwunden das Leiden dieser Zeit. Auf wenig bange Stunden folgt Glück in Ewigkeit. Dieß startet mich in Noth, daß ich nicht angstlich zage. Am leşten meiner Tage giebt dieß mir Muth im Tod.

J. N. S.

Mel. Wie schön leuchtet zc.

9. Dich seh' ich wieder, Morgen Len Pflicht, dem Höchsten Lob zu singen. licht! und freue mich der ed­Ich will, entbrannt von Dankbegier, Muth lobsingen. Schöpfer! Vater! o mildester Erbarmer! dir mit heil'gem deine Freue rührt aufs Neue mein Ge­müthe. Froh empfind' ich deine Güte.

mich. Was war' ich? hattest du nicht 2. Du warst auch diese Nacht um meinem Leben sehest du jeßt einen neuen dich so hulfreich mir bewiesen! Zu Tag hinzu; sei hoch dafür gepriesen. Durch dich bin ich! und ich merke neue Stärke. Dich erhebe meine Zunge, meil ich lebe!

3. Verleih', o Gott der Lieb' und diese Nacht, auf ewig von mir fliehe; Macht! daß Sund' und Gram, wie daß ich die kurze Lebenszeit in christlic cher Zufriedenheit zu nußen mich be­mühe. Prüfe, siehe, wie ich's meine. Dir ist keine meiner Sorgen, auch die kleinste nicht, verborgen.

leih', daß ich des Himmels würdig sei. 4. Ich bin ein Christ, o Herr! ver= Mein Ruhm ist deine Gnade. Denn ach! was bin ich ohne dich? Ein irrend Schaaf; erhalte mich, mein Hirt, auf deinem Pfade. Stark mich, daß ich stets mich übe, deine Liebe zu betrach­ten, über alles dich zu achten.

5.

mich der heilige Gedank' an dich oft still Auch im Geräusch der Welt foll zu dir erheben. Im dunkeln Thale wall' ich hier, einst nimmst du mich hin­auf zu dir, zum Licht und höhern Leben. Auf dich hoff' ich, Herr! ich werde dort ewig Lob zu singen. mich der Erde gern entschwingen, dir E. F. N.

Mel. Herr Gott! dich loben Alle wir ic.. * 10. Dich, Bater, preift meis

mein erstes Wort sei Preis und Dank, mein erster Seufzer ein Gebet, das dich um deine Gnade fleht.

2. Dein Engel hat in dieser Nacht mich, der ich ruhig schlief, bewacht; kein Unglücksfall hat mich erschreckt, und Krankheit mich nicht aufgeweckt. 3. Gott! was ich bin, ist deine Huld