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Neu eingerichtetes Freibergisches Gesangbuch nebst einem Anhange neuer Lieder
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Morgenlieder.

9. Dein ist, was ich besige. Gieb, daß ich es so núße, daß ich zu deiner Eh­re mein ganzes Leben kehre. V. E.. 6. A ich dir Lob und Dant, in die us meines Herzens Grunde sag'

fer Morgenstunde, darzu mein Leben lang, o Gott! vor deinem Thron, zu deinem Preis und Ehren, durch Chri­ftum, unsern Herren, dein'n eingebor: nen Sohn.

2. Daß du mich, Herr! aus Gna­den, in der vergangnen Nacht, vor Neth, Gefahr und Schaden behütet und bewacht. Und bitt' demüthiglich, du wollest mir vergeben, womit in die sem Leben ich oft erzürnet dich.

3. Du wollst auch mich behüten aus Gnaden diesen Tag vor's Teufels List und Wüthen, vor Sünden und vor Schmach, vor Feuers, Wassersnoth, vor Armuth und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem schnellen Zod.

4. Mein' Leib, mein' Seel', mein Le: ben, mein' Ehr', Gut und was mein, sei deiner Hand ergeben, unt was mir lieb mag sein, ist dein Geschenk und Gab', mein' Neltern( Obern) und Ver­wandten, Geschwister und Bekannten, und alles, was ich hab'.

5. Dein'n Engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der Feind nicht hier in diesem Jammerthal sein Tück an mir ausübe, Leib und Seel' nicht betrübe, und bring' mich nicht zu Fall. 6 Gott will ich lassen rathen, der alle Ding' vermag. Er segne meine Thaten, Vornehmen und mein Sach', Ihm hab' ich heimgestellt mein'n Leib, mein'Seel', mein Leben, und was er mir gegeben. Er mach's, wie's ihm gefällt. 7. Darauf so sprech' ich: Umen! und zweifle nicht daran; Gott hört in Christi Namen mein Seufzen gnädig

an.

Drauf streck' ich aus die Hand, geh' an mein Werk mit Freuden; steh' du mir, Gott! zur Seiten in meinem Amt und Stand.

Mel. Ich dank dir, lieber Herre. 2c. 7ant fei Gott in der Höhe in diefer Morgenstund', durch

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den ich jetzt aufstehe vom Schlaf frisch und gesund. Mich hatte zwar gebun­den mit Finsterniß die Nacht; ich hab' bewacht. sie überwunden durch Gott, der mich

2. Hierauf will ich dich bitten, o Schußherr Israel! du wollst treulich behüten den Tag mein'n Leib und Seel'. All christlich Obrigkeiten, Kirch', Schu­len und Gemein' in diesen bösen Zeiten las dir befohlen sein.

3. Erhalt' durch deine Güte uns dei­ne reine Lehr'; vor Irrthum uns behú­te, streit für dein Wort und Ehr', daß wir und unser Saame immer in einem Geist sprechen: Des Herren Name sei groß und hochgepreist!

4.

Dem Leibe gieb darneben Nah­rung und guten Fried', gesundes, má­Big's Leben, darin ein froh Gemüth, daß wir in allen Ständen Jugend und Ehrbarkeit lieben, und Fleiß drauf wenden in dieser Gnadenzeit.

5.

Gieb deinen milden Segen, daß wir auf dein Geheiß wandeln auf guten Wegen, thun unser Umt mit Fleiß; daß ein Jeder sein Nege auswerf', und auf dein Wort den Trost mit Petro sege; so geht die Arbeit fort.

6. Was dir gercicht zu Ehren und der Gemein' zu Nug, das will der Satan wehren mit ist und großem Truk; doch kann er's nicht vollbringen, weil du, Herr Jesu Christ! herrscheft in allen Dingen und unser Beistand bist.

7. Wir sind die zarten Reben, der Weinstock selbst bist du, daran wir wachsen, leben, und bringen Frucht dazu. Hilf, daß wir an dir bleiben, und wachsen immer mehr. Laß dei­nen Geist uns treiben zu Werken deiner Ehr. J. M.

Mel. Aus meines Herzens Grunde zc. 8. Des Morgens erste Stunde foll Herz stimmt mit dem Munde zu Lob­gesängen ein. Ob ich dein Lob hier schon mit schwachen Lippen lalle; doch deinen Sohn. weiß ich, es gefalle dir, Herr! durch

2. Es hat mich deine Gnade in dieser Nacht bedeckt, daß mich kein Schmerz A 2