Von Gott, dessen Wesen
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9 Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, wie ich's meine; ob ich rechtschaffen bin, wie ich von außen scheine? Sieh, ob mein Fuß vielleicht auf falschem Wege geht, und leite mich den Weg, der mich zu dir erhöht. Mel. Wie groß ist des Allmächt'= gen Güte.
dem, der dich kennet, unendlich groß und wunderbar!
4. Ja, dich bewundern, dir vertrauen, ist meines Geistes erste Pflicht. Mit Ehrfurcht darf ich nach dir schauen, doch dich begreifen kann ich nicht. Gott, nach dem Licht, in dem du wohnest, schau' ich mit heiliger
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die mich lehren, wie unser Gott allwissend ist? Wer kann mir For= schenden erklären, was sein Verstand faßt und ermißt? Wer kennet ihn von Angesichte? wer, wenn er noch so hoch sich schwingt? Befennt's: Er wohnt in einem Lichte, zu dem kein sterblich Auge dringt.
2. Könnt' ich die Sterne Gottes zählen, der Erde Staub, den Sand am Meer, und die Gedanken aller Seelen von ihrem ersten Ursprung her; so wär' ich weiser, als auf Erden ein Mensch ist, als am Strom des Lichts vielleicht selbst Engel jemals werden; doch wüßt' ich gegen Gott noch nichts;
und belohnest mit Weisheit meinen Blick nach dir.
vor
5. Die Weisheit warnet mich vor Sünden, Selbstbetrug und Heuchelei. Ich denke stets: Gott kann mich finden, wie tief verborgen ich auch sei. Vor ihm kann keine Nacht mich deken, kein falscher Schein betrüget ihn. Mich würde stets sein Daseyn schrecken, könnt' ich gleich aus der Welt entfliehn.
6. Wer kennet seines Herzens Tiefen? wer darf, o Gott, sich selber traun? Allwissender! du woll'st mich prüfen, du wollest ganz mein Herz durchschaun. Erblickst du mich auf bösen Wegen, so führe mich auf deine Bahn, und laß mich einst am Ziel den Segen der Frömmigkeit von dir empfahn!
3. Nichts gegen ihn, der sie durchschauet, die Tiefe der Unendlichkeit und jede Welt, die er gebauet, und jeden Punkt der Ewigkeit. du, der Alles weiß und nennet, was ist, was werden
Weisheit Gottes.
Mel. Wer nur den lieben Gott
ſoll und war, wie bist du Jez 26 Du weiser Schöpfer Se
All


