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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst] Der kleine Katechismus D. M. Luthers [und] Gebete zur Hausandacht [und] Das Leiden u. Sterben unsers Herrn Jesu Christi ... [und] Episteln und Evangelien auf alle Sonntage und hohe Feste
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und

Alles weiß, erkennt, ver­steht! Nichts ist so groß, Nichts so geringe, das nicht nach deiner Ordnung geht. Denn der Geschöpfe ganzem Chor schreibst du Maaß, Ziel und Regel vor.

2. Die vielen wundervol­len Werke, was unsern Au­gen fern und nah, stehn als Beweise deiner Stärke, als Zeugen deiner Weisheit da. Unendlich, Herr, ist dein Verstand: der ganze Welt­bau macht's bekannt.

Eigenschaften.

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6.

Weisheit! decke meiner Seele die angeborne Thorheit auf, damit sie dich zum Leitstern wähle auf ih­rem sonst verwirrten Lauf. Ich weiß den Weg zur Wohlfahrt nicht, drum leite mich dein sichres Licht.

7. Du hast mich durch mein ganzes Leben nach deinem weisen Rath ges führt. Mein Geist muß dir die Ehre geben, daß du auf's Beste mich regiert; o leite mich durch Welt und Zeit hinüber in die Ewigkeit!

3, Mit eben diesen Mei­sterhänden, mit welchen du die Welt gemacht, regierst du auch an allen Enden, 27 Unerforschlich ſei

was Verstand

gebracht. Du brauchst, o unerschaffnes Licht! der Menschen Rath und Bei stand nicht.

4. Was du zu thun dir vorgenommen, krönt auch, sobald du willst, die That; wenn tausend Hindernisse kommen, so triumphirt dein hoher Rath. Den besten Zweck wählt dein Verstand; die Mittel stehn in deiner Hand.

5. Die Menge so ver schiedner Willen, wo jeder seinen Weg erwählt, muß doch den deinen bloß er füllen, der seines Zieles nie verfehlt, und aller Feinde stolzen Wahn als Unver­nunft beschämen kann.

Mel. Gott des Himmels und der Erde.

nes Gottes Weg und Rath, und die Nacht sei ohne Schimmer, die mich hier umschattet hat; doch ist Al­les, was er thut, wie's auch scheine, weis' und gut.

2. Sollt' ich meinen Gott nur loben, wenn ich seine Absicht seh'? Pflicht ist's, ihn auch dann zu loben, wenn ich sie noch nicht ver­steh'! Frevelt der nicht, welcher klagt, daß ihm Gott mehr Licht versagt?

3. Soll ein Vater unter­lassen, was dem Kinde Thor­heit ist? Kühner Tadler! Engel fassen das, wo du im Dunkeln bist. Hier sollst du dem Herrn vertraun, glau­ben, noch nicht völlig schaun. 4. Sollt