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Allgemeines Evangelisches Gesangbuch für das Großherzogthum Hessen : [nebst] Der kleine Katechismus D. M. Luthers [und] Gebete zur Hausandacht [und] Das Leiden u. Sterben unsers Herrn Jesu Christi ... [und] Episteln und Evangelien auf alle Sonntage und hohe Feste
Entstehung
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mund Eigenschaften.

verlieret sich, und lallt nur schwache Lieder, bewundert dich und deine Kraft, die aus dem Tode Leben schafft.

7. O, schenke mir die Zuversicht, die deiner Macht vertrauet; der Macht, die Hülf' und Trost verspricht, wenn man auf dich nur bauet, auf dich und deines Armes Kraft, die Alles kann und Alles schafft.

Allwissenheit Gottes.

Mel. O Gott, du frommer Gott err, 24 mich, die bin ich du erforschest

unverborgen; du kennst mein ganzes Thun und alle meine Sorgen. Was meine Seele denkt, war dir bereits be­kannt, eh' der Gedanke noch in meiner Seel' entstand.

2. Nie spricht mein Mund ein Wort, das du, o Herr, nicht wissest. Du schaffest, was ich thu'; du ordnest, du beschließest, was mir begeg nen soll. Erstaunt seh' ich auf dich: wie groß ist dein Verstand! wie wunderbar für mich!

3. Wohin, wohin soll ich vor deinem Geiste fliehen? Wo könnt' ich jemals wohl mich deinem Aug' entziehen? Führ' ich gen Himmel auf, so bist du, Höchster, da; Führ' ich zur Tief' hinab, auch hier bist du mir nah.

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4. Nähm' ich auch, schnell zu fliehn, die Fittige vom Morgen; selbst an dem fern­sten Meer blieb' ich dir nicht verborgen. Auch da um­schlösse mich doch deine All­machtshand, denn du bist überall und dein ist jedes Land.

5. Spräch' ich zur Fin­sterniß: Sei um mich, mich zu decken! so sucht' ich doch um­sonst vor dir mich zu ver­stecken; denn auch die Fin­sterniß ist vor dir helles Licht: die Nacht glänzt wie der Tag vor deinem Angesicht.

6. Du warst schon über mir, in meiner Mutter Leibe; du bildetest mein Herz, Gott, deß ich bin und bleibe! Ich danke dir! daß du mich wunderbar gemacht, und meiner, eh' ich war, schon väterlich gedacht.

7. Du kanntest mein Ge­bein, eh' ich ans Licht gekom­men, da ich im Dunkeln erst die Bildung angenommen. Dein Auge sah mich schon, eh ich bereitet war, und mei­ner Tage Lauf war dir schon offenbar.

8. Was für Erkenntnisse, für köstliche Gedanken! Un­zählbar sind sie mir, denn sie sind ohne Schranken. Mit Ehrfurcht will ich stets auf dich, mein Schöpfer! fehn, dir folgen, und dein Lob, so gut ich kann, erhöhn. e 9. Er­