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Allgemeine Bitten.
12. Bestimmst du mir ein den; beständig seyn verleihe mir läng'res Ziel und werden mei- im Glück und auch im Leiden. ner Tage viel: so bleibe meine Aus freier Gnade segneft du; es Zuversicht, verlaß mich auch im mag niemand ererben noch erAlter nicht! Dwerben ohn' dich die wahre Ruh'
13. Und wird sich einst mein und Seligkeit im Sterben. Ende nahn, so nimm dich meiner gnädig an und sey durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild, mein groBer Lohn! om
tatud not enti
5. Ich lieg' im Streit und widerstreb', hilf, o Herr Christ, mir Schwachen; in deiner Gnad' allein ich leb', du kannst mich stårfer machen. Laß in dem bösen Stündlein mich, will Muth und Kraft mir schwinden, Stärkung finden, und dann zuletzt durch
13. J
ch ruf zu dir, Herr
Jesu Christ; ich bitt', dich in Allem überwinden. erhör' mein Flehen; laß gnädig doch zu dieser Frist mich deine Hülfe sehen: den rechten Glau
ben, Herr, ich mein, und daß ich möge streben, dir zu leben, dem Nächsten nüß' zu seyn, das wollest du mir geben.
2. Ich bitte mehr noch, Herr, mein Gott! du wirst mir's nicht versagen: daß ich nicht sey der Frevler Spott, die nicht nach Christo fragen. Und wenn ich scheiden soll, mich stärk', daß ich auf dich mög' bauen und nicht
trauen auf mein Verdienst und 15. Mein Aug' und Herz
Werk, sonst werd' ich dich nicht schauen.
erhebe sich zu deines Himmels Höhen! Hier, wo ich bete, siehst du mich und hörest auf mein Flehen.
3. Verleih', daß ich aus Herzensgrund den Feinden mög' vergeben; verzeih' mir auch zu diefer Stund', schaff' mir ein neues Leben. Dein Wort laß meine Speise seyn, die Seel' damit zu nähren, mich zu lehren, wie ich, im Herzen rein, dich würdig soll
2. Laß mich mit Herzensreinigkeit, Herr, vor dein Antlig treten, und zu dir, wie dein Wort gebeut, in Geist und Wahrheit beten!
In eigener Melodie.
mi
Mel. Herzlich thut mich
14. Laß mich dein ſeyn und und Herr! Bon dir laß nichts
bleiben, du treuer Gott
mich treiben, halt' mich bei reiner Lehr! Laß, Herr, mich ja nicht wanken, verleih' Beständigkeit. Dafür will ich dir danken jetzt und zu aller Zeit.
da
Mel. Ich dank' dir schon sc.
3. Doch du kannst nicht ein fündlich Flehn, o Heiligster, erhören; vor dir fann kein Betrug bestehn, dich täuschen keine Zäh
verehren.
4. Laß weder Lust noch Furcht mich hier von deiner Liebe schei- ren.


