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Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg : [nebst] Leidensgeschichte [und] Sonn-, Fest- und Feiertägliche Evangelien und Episteln
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II. Lieder von Gott.

Neicht der Menschen Witz nicht hin;| dir durchdacht, Jeder Stunde Lust Deines Waltens Art zu finden, Ist und Plage, Jeder Schickung Son zu viel für meinen Sinn. Deine derheit Bis zum Rand der Lebens­Nähe, deine Ferne, Deine Größe, zeit. die die Welt Denkt, schafft, trägt, bewegt, erhält, Ist, je mehr ich forsch und lerne, Einem schwachen Wurm zu schwer, Welcher ist von gestern her. ( piob 25, 6.)

5. Führ ich durch des Himmels Breiten Zu der Sonn- und Ster­nenbahn; Lief ich durch der Länder Weiten Hin, so weit man laufen kann; Flög ich, als mit Adlersflü­geln, Wo der junge Morgen blüht, Wo des Tages Licht verglüht An den goldbemalten Hügeln; Zög ich gar dem Grabe zu Und der Höll:­auch da bist du!

6. Schlich ich mich auf öde Heiden, In die Wüsten, fern am Meer, Würdst du mich auch da begleiten, Ja mich führen selbst daher. Spräch ich: ,, Dunkel soll mich decken!" Ist die Nacht dir nicht auch Tag? Und vor deinem Aug. wer mag Sich in Finsterniß verstecken? Meines Herzens tiefster Grund, Wunsch und Sorge sind dir kund.

7. Schon mein Gott in Mutter­leibe, Hast du mich zur Welt ge­bracht; Schon bedacht war, wo ich bleibe, Schon die Herberg angesagt. Alle meine Lebenstage, Meine erst und letzte Nacht Waren schon von

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8. O wie sind die Werke wichtig, Die dein Wort ins Leben rief! Und wie ist dein Denken richtig, Reich und scharf, genau und tief! Welche liebende Gedanken Wendest du, mein Gott, an mich Schonungsvoll und väterlich, Ohne Maß und Zahl und Schranken! Durch die Nacht erwäg ich dieß, Und kein Schlaf thut mir so süß.

9. Manche wollen, Gott der Göt ter, Deine Werk und dich nicht sehn; möge doch der Nath der Spötter Bald und ganz zu Grunde gehn, Die dein Gnadenwerk nicht spüren, Vom Gefühl der Gottheit los, Nur in ihrer Thorheit groß, Gute Seelen gern verführen! Hilf mir, wie sie mich verschmähn, Allzeit ihnen wi derstehn.

10. Gott! du kennest Herz und Sinnen, Siehe recht genau auf mich Und erforsche mein Beginnen; Et wan lieb und fürcht ich dich, Etwan siehst du manche Blöße Und mich noch nicht treu genug, Etwan steckt noch wo ein Trug, Etwan ist mein Herz noch böse; Gott, da wende mich noch heut Auf den Weg der Seligkeit!

Lehmus, g. 1707+ 1788.

Mel. Was Gott thut.( 2 Chron. 16, 9. Jef. 40, 27 2c. Pf. 34, 16.)

43. Der Vater kennt dich! kenn| er nur dein, Bist du nur sein, auch ihn, Erkenn ihn wohl, o Seele! Mag dich die Welt verkennen, Ob finstre Wolken dich umziehn, wird sein Kind dich nennen. Den höchsten Freund erwähle. Ist

2. Der Vater kennt dich! sey dein

Univ.- Bibl.

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