Druckschrift 
Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch beim öffentlichen Gottesdienste wie auch zur häuslichen Erbauung : [nebst] Evangelien und Episteln
Entstehung
Einzelbild herunterladen

51

Am 22. Sonntage nach Trinitatis. Anläufe des Teufels. Denn wir| Geduld mit mir, ich will di haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Für sten und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die in der Finsterniß dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um deßwillen, so ergreifet den Harnisch Gottes, auf daß ihr, wann das böse Stündlein kommt, Widerstand thun, und alles wohl ausrichten, und das Feld behalten möget. So stehet nun, umgürtet eure Lenden mit Wahrheit, und an­gezogen mit dem Krebs der Gerechtigkeit; und an Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet seid. Vor allen Dingen aber ergreifet den. Schild des Glaubens, mit wel: chem ihr auslöschen könnet alle feurige Pfeile des Bösewichts und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.

alles bezahlen. Da jammerte der Herrn desselbigen Knechts, unt ließ ihn los, und die Schulz erließ er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hinaus, und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig, und er griff ihn an, und wür­gete ihn, und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist. Da fiel sein Mitknecht nieder, und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin, und warf ihn ins Gefängniß, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches saben, wurden sie sehr betrübt, und kamen, und brach­ten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir er­laffen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbar­met habe? Und sein Herr ward zornig, und überantwortete ihn den Peinigern, bis. daß er be­zahlte alles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himm­lischer Vater auch thun, so ihr nicht vergebet von eurem Her­zen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler.

din

Evangel. am 22. Sonnt. nach Trin.,

Matth. 18, v. 23-35.

Darum ist das Himmelreich gleich einem Könige, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehn tausend Pfund schuldig. Da er es nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr ver= kaufen ihn und sein Weib und seine Kinder, und alles, was er hatte, und bezahlen. Da siel der Knecht nieder, und betete ihn an, und sprach: Herr, habe

Epistel, Phil. 1, v. 3-11. Ich danke meinem Gott, so oft ich eurer gedenkeit