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Du schweigst, wenn sie dich reden heißt, Ehrst, wo du nicht sollst ehren, Und wirst um ein verächtlich Geld
Ein Schmeichler und die Pest der Welt.
Erhalte mich, o Gott, dabei, Daß ich mir gnügen lasse, Geiz ewig als Abgötterei
Von mir entfern' und hasse. Ein gutes Herz und guter Muth Sei meines Lebens größtes Gut!
48. Trost eines schwermüthigen Christen.
Du klagst, o Christ, in schweren Leiden, Und seufzest, daß der Geist der Freuden
Von dir gewichen ist.
Du klagst und rufft: Herr, wie so lange? Und Gott verzeucht; und dir wird bange, Daß du von Gott verlassen bist.
Sind meine Sünden mir vergeben, Hat Gott mir Sünder Heil und Leben In seinem Sohn verliehn:
Wo find denn seines Geistes Triebe? Warum empfind' ich nicht die Liebe, Und hoffe nicht getroft auf ihn?
Mühselig, sprichst du, und beladen Hör' ich den Trost vom Wort der Gnaden, Und ich empfind' ihn nicht.


