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Und reißt durch schmeichelnden Gewinn Dich blind zu einem Frevel hin.
Um wenig Vortheil wird er schon Aus dir mit Meineid sprechen; Dich zwingen, der Arbeiter Lohn Unmenschlich abzubrechen;
Er wird in dir der Wittwen Flehn, Der Waisen Thränen widerstehn.
Wie könnt' ein Herz, vom Geize hart, Der Wohlthat Freuden schmecken, Und in des Unglücks Gegenwart
Den Ruf zur Hülf' entdecken? Und wo ist eines Standes Pflicht, Die nicht der Geiz entehrt und bricht.
Du bist ein Vater, und aus Geiz Entziehst du dich den Kindern, Und lässet dich des Goldes Reiz Ihr Herz zu bilden hindern: Und glaubst, du habst sie wohl bedacht, Wenn du sie reich, wie dich, gemacht.
Du hast ein richterliches Amt
Und du wirst dich erfrechen, Der Sache, die das Recht verdammt, Aus Habsucht Recht zu sprechen; Und selbst der Tugend größter Feind Erkauft an dir sich einen Freund.
Gewinnsucht raubt dir Muth und Geist, Die Wahrheit frei zu lehren;


