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Entflieh des Witßlings freien Scherzen, Und such im Umgang edler Herzen Dir Beispiel, Wiß und Zeitvertreib.
Der Mensch, zu Fleiß und Arbeit träge, Fällt auf des Müssigganges Wege
Leicht in das Netz des Bösewichts. Der Unschuld Schußwehr sind Geschäfte. Entzieh der Wollust ihre Kräfte
Im Schweiße deines Angesichts.
Erwacht ihr Trieb, dich zu bekämpfen: So wach auch du, früh ihn zu dämpfen, Eh' er die Freiheit dir verwehrt.
Ihn bald in der Geburt ersticken
Ist leicht; schwer ist's, ihn unterdrücken, Wenn ihn dein Herz zuvor genährt.
Oft fleiden sich des Lasters Triebe In die Gestalt erlaubter Liebe,
Und du erblickst nicht die Gefahr. Ein langer Umgang macht dich freier, Und oft wird ein verbotnes Feuer
Aus dem, was Anfangs Freundschaft war.
Dein fühlend Herz wird sich's verzeihen, Es wird des Lasters Ausbruch scheuen, Indem es seinen Trieb ernährt.
Du wirst dich stark und sicher glauben, Und kleine Fehler dir erlauben,
Bis deine Tugend sich entehrt.


