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Rief dich durch Glück und Kreuz zur Tugend; Erkenn' und fühle seine Huld.
Bet oft und schau mit sel'gen Blicken Hin in des Ewigen Gezelt,
Und schmeck' im gläubigen Entzücken Die Kräfte der zukünft'gen Welt. Ein Glück von Millionen Jahren! Welch Glück! Doch ist's von jenem Glück, Das dem der Herr wird offenbaren, Der ihm hier dient, kein Augenblick.
Bet oft; durchschau mit heil'gem Muthe Die herzliche Barmherzigkeit Deß, der mit seinem theuren Blute Die Welt, der Sünder Welt befreit. Nie wirst du dieses Werk ergründen; Nein, es ist eines Gottes That. Erfreu dich ihrer, rein von Sünden, Und ehr' im Glauben Gottes Rath.
Bet oft; entdeck am stillen Orte Gott ohne Zagen deinen Schmerz; Er schließt vom Herzen auf die Worte, Nicht von den Worten auf das Herz. Nicht dein gebognes Knie, nicht Thränen, Nicht Worte, Seufzer, Psalm und Ton, Nicht dein Gelübd' rührt Gott; dein Sehnen, Dein Glaub' an ihn und seinen Sohn.
Bet oft; Gott wohnt an jeder Stätte, An keiner minder oder mehr.
Denk nicht: Wenn ich mit vielen bete, So find ich eh' bei Gott Gehör.


