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Gott ist kein Mensch, ist dein Begehren Gerecht und gut; so hört er's gern; Ift's nicht gerecht: so gelten Zähren Der ganzen Welt nichts vor dem Herrn.
Doch säume nicht, in den Gemeinen Auch öffentlich Gott anzuflehn, Und seinen Namen mit den Seinen, Mit deinen Brüdern zu erhöhn; Dein Herz voll Andacht zu entdecken, Wie es dein Mitchrift dir entdeckt, Und ihn zur Inbrunst zu erwecken, Wie er zur Inbrunst dich erweckt.
Bist du ein Herr, dem Andre dienen: So sei ihr Beispiel, sei es stets, Und fei're täglich gern mit ihnen Die sel'ge Stunde des Gebets. Nie schäme dich des Heils der Seelen, Die Gottes Hand dir anvertraut. Kein Recht des Hauses müsse fehlen: Er ist ein Christ und werd' erbaut!
Bet oft zu Gott für deine Brüder, Für alle Menschen als ihr Freund; Denn wir sind eines Leibes Glieder, Ein Glied davon ist auch dein Feind. Bet oft, so wirst du Glauben halten, Dich prüfen und das Böse scheu'n;
In Lieb' und Eifer nicht erkalten, Und gern zum Guten weise sein.


