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Bet oft in Einfalt deiner Seelen;
Gott sieht auf's Herz, Gott ist ein Geist. Wie können dir die Worte fehlen, Wofern dein Herz dich beten heißt? Nicht Töne sind's, die Gott gefallen, Nicht Worte, die die Kunst gebeut. Gott ist kein Mensch, ein gläubig Lallen, Das ist vor ihm Beredsamkeit.
Wer das, was uns zum Frieden dienet, Im Glauben sucht, der ehret Gott. Wer das zu bitten sich erfühnet, Was er nicht wünscht, entehret Gott. Wer täglich Gott die Treue schwöret, Und dann vergißt, was er beschwur: Und klagt, daß Gott ihn nicht erhöret, Der spottet seines Schöpfers nur.
Bet oft zu Gott und schmeck' in Freuden, Wie freundlich er dein Vater ist.
Bet oft zu Gott und fühl' in Leiden, Wie göttlich er das Leid versüßt. Bet oft, wenn dich Versuchung quälet; Gott hört's, Gott ist's, der Hülfe schafft. Bet oft, wenn innrer Trost dir fehlet; Er gibt den Müden Stärk' und Kraft.
Bet oft und heiter im Gemüthe, Schau dich an seinen Wundern satt. Schau auf den Ernst, schau auf die Güte, Mit der er dich begleitet hat. Hier irrtest du in deiner Jugend, Im Alter dort, er trug Geduld,


