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In deiner Hand steht meine Zeit; Laß du mich nur Barmherzigkeit, Vor dir im Tode finden.
2. Gebet.
Dein Heil, o Christ, nicht zu verscherzen, Sei wach und nüchtern zum Gebet! Ein Flehn aus reinem, gutem Herzen Hat Gott, dein Vater, nie verschmäht; Erschein vor seinem Angesichte
Mit Dank, mit Demuth, oft und gern, Und prüfe dich in seinem Lichte, Und klage deine Noth dem Herrn.
Welch Glück, so hoch geehrt zu werden, Und im Gebet vor Gott zu stehn! Der Herr des Himmels und der Erden Bedarf der eines Menschen Flehn? Sagt Gott nicht: Bittet, daß ihr nehmet? Ist des Gebetes Frucht nicht dein? Wer sich der Pflicht zu beten schämet, Der schämt sich, Gottes Freund zu sein.
Sein Glück von seinem Gott begehren, Ist dieß denn eine schwere Pflicht? Und seine Wünsche Gott erklären, Erhebt dieß uns're Seele nicht?
Sich in der Furcht des Höchsten stärken, In dem Vertrau'n, daß Gott uns liebt, Im Fleiß zu allen guten Werken; Ist diese Pflicht für dich betrübt?


