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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch, nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln : auf Seiner Kgl. Majestät Allergnädigsten Befehl hrsg.
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Die Geschichte von dem Leiden und Sterben

der war Caiphas schwäher, welcher| zum tode brächten und fanden feines, des jahrs hoherpriester war. Es war wiewohl viele falsche zeugen herzu tra­aber Caiphas, der den juden rieth, ten, denn ihre zeugnisse stimmeten es wäre gut, daß ein mensch würde nicht überein. Bulegt traten herzu umgebracht für das voll. Und sie zween falsche zeugen und sprachen: führten ihn zu dem hohenpriester Cai- Wir haben gehöret, daß er sagte: Ich phas, dahin alle hohenpriester und kann und will den tempel GOttes, schriftgelehrten und ältesten sich ver- der mit händen gemacht ist, abbrechen sammelt hatten. und in dreien tagen einen andern bauen, der nicht mit händen gemacht ist. Ihr zeugniß aber stimmete noch nicht überein. Und der hohepriester stund auf unter sie und fragte JEsum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, das diese wider dich zeugen? JEsus aber schwieg stille und antwor tete nichts. Da fragte ihn der hohe­priester abermal, und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen GOtt, daß du uns sagest, ob du seist Christus, der sohn des hochgelobten GOttes? JEsué sprach: Du sagest es, ich bin es; doch sage ich euch: von nun an werdet ihr sehen des menschen sohn sißen zur rechten hand der fraft und kommen in den wolken des him­Aber der hohepriester fragete JEsum mels. Da zerriß der hohepriester seine um seine jünger und um seine lehre. kleider und sprach: Er hat GOtt ge= JEsus antwortete: Ich habe frei öf- lästert, was dürfen wir weiter zeug­fentlich geredet vor der welt, ich habe niß? Siehe, jetzt habet ihr seine got­allezeit gelehret in der schule und in teslästerung gehöret, was dünket euch? dem tempel, da alle juden zusammen Sie aber berdammten ihn alle und kommen und habe nichts im verbor- sprachen: Er ist des todes schuldig. genen geredet. Was fragest du mich Die männer aber, die JEsum hiel­darum? Frage die darum, die gehö- ten, verspotteten ihn und speieten aus ret haben, was ich zu ihnen geredet in sein angesicht und schlugen ihn mit habe, fiche, dieselbigen wissen, was ich fäusten, etliche aber verdeckten ihn, und gefaget habe. Als er aber solches re- die knechte schlugen ihn ins angesicht dete, gab der diener einer, die dabei und sprachen: Weissäge uns Christe, stunden, JEsu einen backenstreichwer ists der dich schlug? Und viel an­und sprach: Solltest du dem hohen­priester also antworten? JEsus ant­wortete: Habe ich übel geredet, so be­weise es, daß es unrecht sei; habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich? Und Hannas hatte ihn gebun­den gesandt zu dem hohenpriester Caipba8.

dere lästerung sagten sie wider ihn.

Die hohenpriester aber und die äl­testen und der ganze rath suchten falsch jeugniß wider JEfum, auf daß sie ihn

Simon Petrus aber folgete JEsu von ferne und ein anderer jünger bis an den pallast des hohenpriesters. Derselbe jünger war dem hohenprie­fter bekannt und ging mit JEsu hin­ein in des hohenpriesters pallast. Pe­trus aber stund draußen vor der thür. Da ging der andere jünger, der dem hohenpriester bekannt war, hinaus und redete mit der thürhüterin und führte Petrum hinein. Es hatten aber die knechte und diener ein fohlfeuer gemacht danieden mitten im pallast, denn es war falt und wärmeten sich. Petrus aber segte sich mitten unter sie und wärmete sich, auf daß er sähe, wo es hinaus wollte.

Simon Petrus aber war,( wie bor­hin erzählet worden,) draußen im pal­last; da kam des hohenpriesters mägde eine, die thürhüterin, und da sie pe= trum unter den knechten bei dem feuer sahe, schauete sie ihn an und sprach zu ihm: Und du warest auch mit dem, JEsu aus Galiläa. Er aber verläug­nete vor ihnen allen und sprach: Weib, ich bins nicht, ich kenne ihn