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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch, nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln : auf Seiner Kgl. Majestät Allergnädigsten Befehl hrsg.
Entstehung
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unsers HErrn und Heilandes JEfu Chrifti.

augen waren voll schlafs und wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er ließ sie, und ging abermal hin und betete zum dritten mal und redete die felbigen worte.

Es erschien ihm aber ein engel bom himmel und stärkete ihn. Und es kam, daß er mit dem tode rang und betete heftiger. Es war aber sein schweiß wie blutstropfen, die fielen auf die erde.

und

Und er stund auf vom gebet und fam zu seinen jüngern und fand e schlafend vor traurigkeit, sprach zu ihnen: Ach! wollet ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug. Se­het, die stunde ist kommen und des menschen sohn wird überantwortet in der fünder hände; stehet auf, und las­set uns gehen, siehe der mich verräth, ist nahe. Betet aber, auf daß ihr nicht in anfechtung fallet.

Und alsbald da er noch redete, kam Judas, der zwölfen einer, da er hatte zu sich genommen die schaar und die­ner der hohenpriester und pharisäer, der ältesten und schriftgelehrten, ging vor ihnen her und kam dahin mit fa­deln, lampen, mit schwerten und mit stangen. Als nun JEsus wußte al­les, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen: Wen su­chet ihr? Sie antworteten ihm, JE­sum von Nazareth. JEsus sprach zu ihnen: Ich bins. Judas aber, der ihn verrieth, stund auch bei ihnen. Als nun JEsus zu ihnen sprach: Ich bins, wichen sie zurück und fielen zu koden. Da fragte er sie abermal: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: JEsum von Nazareth. JEsus antwortete: Ich habe euch gesagt, daß ichs sei; suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen. Auf daß das wort erfüllet wurde, wel­ches er sagte: Ich habe der keinen ver­loren, die du mir gegeben hast. Der berräther aber hatte ihnen ein zeichen gegeben und gesaget: Welchen ich füs fen werde, der ist es, den greifet und

führet ihn gewiß. Und alsobald trat er zu JEsu, ihn zu küssen und sprach: Gegrüßet seist du, Rabbi, und küssete

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ihn. JEsus aber sprach zu ihm: Mein freund, warum bist du kommen? Ju­da, verräthest du des menschen sohn mit einem fuß? Da traten sie hinzu und legten die Hände an JEsum und griffen ihn.

Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: HErr, sollen wir mit dem schwert drein schlagen? Da- hatte Simon Pe= trus ein schwert und zog es aus und schlug nach des hohenpriesters knecht und hieb ihm sein recht ohr ab. Und der knecht hieß Malchus. JEsus aber antwortete und sprach: Lasset sie doch so ferne machen. Und zu Petro: Stecke dein schwert in die scheide, denn wer das schwert nimmt, der soll durch das schwert umkommen. Oder meinest du, daß ich nicht könnte meinen vater bit­ten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf legionen engel? Wie würde aber die schrift erfüllet? Es muß also gesche­hen. Soll ich den felch nicht trinken, den mir mein bater gegeben hat? Und rührete sein ohr an und heilete ihn.

Zu der stunde sprach JEsus zu den hohenpriestern und hauptleuten des tempels und den ältesten, die über ihn kommen waren: Ihr seid als zu einem mörder mit schwerten und mit stangen ausgegangen mich zu fahen; bin ich doch täglich bei euch gewesen und habe gelehret im tempel und ihr habet keine hand an mich geleget. Aber dies ist eure stunde und die macht der finster­niß, auf daß die schrift erfüllet werde. Da verließen ihn alle jünger und flo­hen. Und es war ein jüngling, der folgte ihm nach, der war mit leinwand gekleidet auf der bloßen haut, und die jünglinge griffen ihn, er aber ließ die leinwand fahren und flohe blos von ihnen. sor

miniBweite Abtheilung. Das Leiden JEsu vor dem mon geistlichen Gerichte. Die ſchaar aber und der oberhaupt­

mann und die diener der jus den nahmen JEsum und banden ihn, führeten ihn aufs erste zu Hannas,

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