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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch, nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln : auf Seiner Kgl. Majestät Allergnädigsten Befehl hrsg.
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Die Geschichte von dem Leiden und Sterben

zen. Es wartet alles auf dich, daß du| der HErr hat wohlgefallen an seinen ihnen speise gebeft zu seiner zeit. Wenn du ihnen giebest, so sammeln sie; wenn du can hand austhust, so werden sie mit gut gesättiget. Verbirgest du dein angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren odem, so vergehen sie und werden wieder zu staub. Du läsfest aus deinen odem, so werden sie ge= schaffen, und erneuerst die gestalt der erde. Die ehre des HErrn ist ewig;

werken. Er schauet die erde an, bebet sie; er rühret die berge an, so rauchen sie. Ich will dem HErrn fingen mein lebenlang, und meinen GOtt loben, so lange ich bin. Meine rede müsse ihm wohlgefallen. Ich freue mich des HErrn. Der sünder müsse ein ende werden auf erden, und die gottlosen nicht mehr sein. Lobe den HErrn, meine seele. Halleluja.

Die Geschichte des Leidens, Sterbens und der Auferstehung unsers HErrn und Heilandes JEsu Christi,

aus den vier Evangelisten zusammen gezogen.

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Erste Abtheilung.| wußte den ort auch, denn JEsus vers Das Leiden JEsu am Ölberge. sammelte sich oft daselbst mit seinen a JEsus und seine jünger,( nach jüngern. Da sprach JEsus zu ihnen: dem genuß des osterlamms und Seget euch hier, bis daß ich dort hin­der einsetzung des heiligen abend- gehe und bete. Und er nahm zu sich mahls), den lobgefang gesprochen Petrum und Jacobum und Johan­hatten, ging er hinaus, nach seiner nem, die zween söhne Zebedäi, und gewohnheit, über den bach Kidron, fing an zu trauern, zu zittern und zu an den ölberg. Es folgten ihm aber zagen, und sprach zu ihnen: Meine seine jünger nach. Da sprach JEsus feele ist betrübt bis in den tod, bleibet zu ihnen: In dieser nacht werdet ihr hier, wachet mit mir, und betet, daß euch alle ärgern an mir, denn es stehet ihr nicht in anfechtung fallet. Und er geschrieben: Ich werde den hirten riß sich von ihnen bei einem steinwurf, schlagen und die schafe der heerde wer- und knieete nieder, fiel auf sein ange= den sich zerstreuen. Wenn ich aber sicht auf die erde, und betete, daß, so auferstehe, will ich vor euch hingehen es möglich wäre, die stunde vorüber in Galiläam. Petrus aber antwor- ginge, und sprach: Abba, mein vater, tete und sprach zu ihm: Wenn sie auch es ist dir alles möglich, überhebe mich alle sich an dir ärgerten, so will ich dieses felchs, doch nicht, was ich will, mich doch nimmermehr ärgern. JE- sondern was du willst. Und er fam sus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage zu seinen jüngern und fand sie schla­dir, heute in dieser nacht, ehe denn der fend, und sprach zu Petro: Simon, hahn zweimal krähet, wirst du mich schläfst du? vermöchtest du nicht eine dreimal verleugnen. Er aber redete stunde mit mir zu wachen? Wachet noch weiter: Ja, wenn ich auch mit und betet, daß ihr nicht in anfechtung dir sterben müßte, so wollte ich dich fallet. Der geist ist willig, aber das nicht verleugnen. Desselbigengleichen fleisch ist schwach. Zum andern mal sagten auch alle jünger. ging er hin, betete und sprach: Mein bater, ist es nicht möglich, daß dieser felch von mir gehe, ich trinke ihn denn, so geschehe dein wille. Und er kam, und fand sie abermal schlafend, denn ihre se o dopl

Da kam JEsus mit ihnen zu einem hofe, der hieß Gethsemane, da war ein garten, darein ging JEsus und seine jünger. Judas aber, der ihn verrieth, Donne un jun di mandi