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unsers HErrn und Heilandes JEfu Chrifti.
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höret aus seinem munde.
nicht, ich weiß auch nicht, was du sa-| weiter zeugniß? Wir habens selber ge geft. Und er ging hinaus in den vor= hof und der hahn frähete. Und als er zur thür hinausging, sahe ihn nebst der vorigen eine andere magd, die sprachen zu denen, die dabei stunden: Dieser war auch mit dem JEsu von Nazareth. Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht seiner jünger einer? Und ein anderer sprach: Du bist auch der einer. Und er leugnete abermal und sprach: Mensch, ich bins nicht, und schwur dazu: ich kenne des menschen nicht. Und über eine kleine weile bei einer stunde bekräftigte es ein anderer,
Da das sahe Judas, der ihn ver= rathen hatte, daß er verdammet war zum tode, gereuete es ihn und brachte herwieder die dreißig silberlinge den hohenpriestern und den ältesten und mit denen die dabei stunden und spra- sprach: Ich habe übel gethan, daß ich chen: Wahrlich, du bist auch der einer, denn du bist ein Galiläer und deine sprache verräth dich. Spricht des hohenpriesters fnechte einer, ein gefreundter des, dein Petrus das ohr abgehauen hatte: Sahe ich dich nicht im garten bei ihm? Da fing er an sich zu verfluchen und zu schwören: Ich tenne des menschen nicht, von dem ihr faget. Und alsbald, da er noch redete, frähete der hahn zum andern mal. Und der HErr wandte sich um und sahe Petrum an. Da gedachte Petrus an das wortJEsu, das er zu ihm gefaget hatte: Ehe der hahn zweimal trähet, wirst du mich dreimal verleugnen und er ging hinaus und weinete bitterlich.
unschuldig blut verrathen habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? da siehe du zu. Und er warf die silberlinge in den tempel, hub sich davon, ging hin und erhentete sich selbst und ist mitten entzwei geborsten und sein eingeweide ausgeschüttet. Aber die hohenpriester nahmen die silberlinge und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den gotteskasten legen, denn es ist blutgeld. Sie halten aber einen rath und kauften eines töpfers acer darum, zum begräbniß der pilger. Und es ist fund worden allen, die zu Jerusalem wohnen, also, daß derselbige acker genennet wird auf ihre sprache, Akeldama, das ist, ein blutader, bis auf den heutigen tag. Da ist ers füllet, das gesagt ist durch den pros pheten Jeremiam, da er spricht: Sie haben genommen dreißig silberlinge, damit bezahlet ward der verkaufte, welchen fie fauften von den findern Israel und haben sie gegeben um ei nen töpfersacker, als mir der HErr befohlen hat.
Des morgens aber versammelten fich alle hohenpriester, schriftgelehrten und die ältesten des volks, dazu der ganze rath und hielten einen rath über JEsum daß sie ihn tödteten. Und führten ihn hinauf vor ihren rath und fprachen: Bist du Christus? sage es uns. Er aber sprach zu ihnen: Sage ich es euch, so glaubet ihrs nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht und laffet mich dennoch nicht los. Darum von num an wird des menschen sohn fißen zur rechten hand der kraft GOttes. Da sprachen sie alle: Bist du benn GOttes fohn? Er aber sprach zu ihnen Ihr fagets, denn ich bins. Sie aber sprachen. Was dürfen wir
Dritte Abtheilung. Das Leiden JEsu vor dem weltlichen Gerichte. Und der ganze haufe stund auf und banden Esum, führeten ihn von Caipha vor das richthaus und überantworteten ihn dem landpfleger Pontio Pilato, und es war noch frühe.
Die juden aber gingen nicht in das richthaus auf daß sie nicht un rein würden, sondern die oftern essen möchten. Da ging Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Was bringet ihr für eine klage wider diesen menschen? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre dieser nicht ein übelthäter, wir hätten dir ihn nicht überantwortet.


