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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch, nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln : auf Seiner Kgl. Majestät Allergnädigsten Befehl hrsg.
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Lob- Gesänge und zwar

Auf harfen macht der freuden viel, I daß wir dein erbe sein, Und uns hin= Dem großen GOtt zu ehren.

2. Wahrhaftig ist des HErren wort, Er hat es nie gebrochen; Es bleibet jegt und immerfort, Was er einmal versprochen: Gerichte und ge= rechtigkeit Beschüßt und liebt er jeder= und drob

fort behüte, Durch deine große gütig­feit, Vor pest, frieg, theurung, noth und leid, Wie wir, HErr, auf dich hoffen.

Mel. Kommt her zu mir, spricht 2c. on ganzem Herzen und

3. Des HErrn wort hat das fir- 24. Vom mit fleiß Sag ich dem

mament Des himmels selbst erbauet, Der geist sein's mundes hat vollend't Al' heer, so man dran schauet. Er faßt das wasser in dem meer, Als obs im schlauch beisammen wär, Die tiefe liegt verborgen.

HErren lob und preis Und dank im rath der frommen: Ich preise seines namens ruhm Da, wo sein volk und eigenthum Erfreut zusammen kom­men.

4. In aller welt muß jedermann Vor unserm GOtt sich scheuen, Was auf der erde wohnen kann Er­schricht vor seinem dräuen; Weil, was er red't, sofort ergeht, Was er gebeut, alsbald da steht Durch allmacht seiner hände.

2. Des HErren werke sind voll pracht, Ein jeder kann, der ihrer acht't, Die zeit mit lust vertreiben: Denn was er ordnet, sagt und thut, Ist löblich, herrlich, recht und gut; Sein recht muß ewig bleiben.

3. GOtt stiftet, der voll gnad und rath, Ein denkmal seiner wunderthat, Die er an uns beweiset. Sein bund steht fest und unversehrt, Es wird, wer seine macht verehrt, Mit him­mels- brot geſpeiset.

5. Der heiden rath macht GOtt zunicht Und wendet ihr' gedanken, Des HErren rath wird ausgericht't Und bleibet ohne wanken. Die sind wohl selig, die GOtt liebt Und denen er die gnade giebt, Sein erb' und volk zu werden.

6. Vom himmel er der menschen­kind Vornehmen schaut auf erden, Er fennt sie all', so viel ihr'r sind, Und sicht, ob sie klug werden. Er merkt auf alle ihre werk', Und kann durch seine gnad und stärk' Ihr'r aller herzen

lenken.

7. Des föniges gewalt nichts schafft, Sie muß gar bald vergehen. Dem riesen hilft nicht seine fraft, Sie kann auch nicht bestehen. Bringt gleich der feind viel roff zu feld; So ist doch GOtt der rechte held, Der für die seinen streitet.

8. Des HErren aug' nimmt die in acht, Die sich ihm fest ergeben, Und freies willens tag und nacht Ihn fürchten, weil sie leben; Er speiset sie in hungersnoth, Und rettet ihre seel' vom tod, Dieweil sie ihm vertrauen.

9. GOtt, unser schuß, zu dir allein Steht unser ganz gemüthe, Gedenk',

4. Er läset seiner finger werk, Und seiner thaten kraft und stärk' Bei sei= nem volk erzählen, Daß er der heiden erb' und recht Auf seine treue diener brächt, Sich ihnen zu vermählen.

5. Das alles, was der HErr ver= richt't, Ist recht und wahr und wan­fet nicht, und sein gebot bleibt stehen; Denn er's jetzt in der ganzen welt, Hinfort auch ewiglich, erhält. Sein wille muß geschehen.

6. Dem volke, das nach ihm ge­nannt, Hat er erlösung zugesandt, Sein bund wird nie gebrochen. Sein nam' ist heilig, hoch und werth, Und alles das wird uns beschert, Was er uns hat versprochen.

7. Der hat, der GOtt recht fürcht't und liebt und sich in seinem willen übt, Der weisheit grund geseßet; Wer sich derselben nimmet an, Hat flüg­lich und sehr wohl gethan, Sein lob wird hoch geschäßet.

8. GOtt vater, sohn und geist verleih, Daß diese weisheit bei mir