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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch, nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln : auf Seiner Kgl. Majestät Allergnädigsten Befehl hrsg.
Entstehung
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für die mannigfaltigen Wohlthaten GOttes.

unrecht leiden mannigfalt; Er speist die hungrigen mit brot, Und wendet der gefangnen noth. Halleluja.

8. Der HErr macht sehend blinde leut', Er liebt und schüßt gerechtigkeit; Was niedrig ist und bei der erd, Das richt't er auf, und macht es werth. Halleluja.

9. Die fremdlinge durch seine güt', Die waisen gleichfalls er behüt't, Die wittwen er im trauerstand Errettet von gottloser hand. Halleluja.

10. So führt der HErr sein reich allhier, Und bleibet könig für und für: Drum jedermann sein lob erkling', Und fröhlich halleluja sing'. Hallel.

Mel. Nun freut euch liebe zc. 22. Mein ein GOtt und fönig, deine güt Will ich mit lob erheben, Ich will aus freudigem gemüth In meinem ganzen leben, GOtt, alle tage preisen dich, Und deinen namen ewiglich Vor jeder­mann erhöhen.

2. Sehr groß und löblich, HErr, du bist, In nöthen kannst du rathen; Dein' größe unaussprechlich ist, Es werden deine thaten Gepreiset noch von findeskind, Weil man sie allent­halben find't Voll stärke, güt' und weisheit.

3. Ich will dein lob mit meinem mund, Nun und zu allen zeiten, Auch inniglich von herzens- grund Bermeh­ren und ausbreiten. Ich will von dei­Her ehr und pracht, Von deiner gro­Ben wundermacht, So lang ich lebe,

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6. HErr, deine werke und gewalt Soll hie bei uns auf erden Den men­schen- findern mannigfalt Bekannt gemachet werden. Dein reich, GOtt, ist ein ewig reich, Und deiner herrschaft ist nichts gleich, Sie bleibet jetzt und ewig.

lich erbarmen. Durch seine allmacht er erhält, Was hier in dieser ganzen welt Sich regt, bewegt und lebet.

7. Der HErr verstößt die sünder nicht, Wenn sie den fall beklagen; Es werden von ihm aufgericht't, Die nie­der sein geschlagen. In feiner noth er die verläßt, Die sich an ihn ergeben fest Und hülfe bei ihm ſuchen.

* 8. HErr, aller augen warten dein, Du giebest ihnen speise zu rechter zeit, daß insgemein Man dich, o va= ter, preise. Du thust auf deine milde hand Und sättigst alles in dem land Mit lust und wohlgefallen.

9. Groß ist der HErr und ganz gerecht In allen seinen wegen, Drum fegnet er auch das geschlecht, Das geht auf seinen stegen. Und wie er heilig ist und rein, So liebet er auch die al­lein, Die heilig vor ihm wandeln.

10. Der HErr ist allen denen nah, Die flehend vor ihn treten, Er ist bei allen denen da, Die ihn mit erst an= beten. Der frommen schreien GOtt erhört Und ihrer bitte sie gewährt, Er läßt sie hülfe finden.

11. Der HErr in gnaden die be­wahrt, Die ihn von Herzen lieben, Und tilget aus die böse art, Die from= me leut' betrüben. Mein mund soll stets, nach seinem wort, Auch alles fleisch wird immerfort Des HErren namen loben.

* 12. GOtt vater, sohn und heil'ger geist, Ohn anfang und ohn ende, Der du viel gutes mir erweist Durch allmacht deiner hände, Sei von mir jetzt und allezeit, Von nun an bis in ewigkeit, Gelobet und gepreiset!

reden.

4. Du bist voll gnade, lieb' und treu, Der frommen zu verschonen, Und gleichwol auch gerecht dabei, Die bösen abzulohnen. Der HErr ist voll barmherzigkeit, Geduldig, gütig alle zeit, Wenn man ihm recht vertrauet.

5. Er ist auch gnädig jedermann Und gern den armen, Nimmt

Mel. Nun freut euch liebe christ. reut euch des HErren all­

aller ſeiner werk' fich an Burch väter: 23. zumal, Shr fromment,

ihn zu preisen; Rühmt, ihr gerechten, ihn mit schall Und auserlesnen wei­sen; Laßt klingen psalter, faiten- ſpiel,