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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch, nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln : auf Seiner Kgl. Majestät Allergnädigsten Befehl hrsg.
Entstehung
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Lob- Gesänge und zwar

4. GOtt hat befehl gegeben, Daß| sten ganz verzagen, Von herzen sind feiner engel macht In diesem ganzen zerschlagen: Bald ist sein' hülfe da. leben Sich lagre tag und nacht Um solche leut' allhier, Die im geseß sich üben, Ihn fürchten und ihn lieben Aufrichtig für und für.

12. Viel muß der fromme leiden, Das ist des HErren will, Doch wird's verkehrt in freuden: Drum halte dich nur still, Und traue GOtt allein, Der kann auch die gebeine Be­wahren groß und kleine, Keins muß zerbrochen sein.

13. Den wird das unglück fällen, Der den gerechten preßt, Das ist der weg zur Höllen; Die sein'gen GOtt nicht läßt. Er nimmt in seine huld, Die halten seine rechte, Und sind ihm treue knechte; So sind sie ohne schuld.

5. Kommt her, kommt, seht und schmedet, Wie GOtt so freundlich ser. In noth der nicht lang stedet, Der glaubt und hofft dabei Auf diesen starken schuß. Wohl dem, der darauf bauet, Und seinem worte trauet, Der hat es großen muß.

6. Ihr seine heil'gen, höret Des allerhöchsten rath: Wo ihr ihn also ehret, Wie er befohlen hat, So habt ihr keine noth, Weil der nie mangel leidet, Der sünd' und schande meidet, Und allezeit fürchtet GOtt.

7. Die reichen darben müssen, Der geiz auch immer klagt, Dazu ein bös gewissen Inwendig frißt und nagt; Wer GOttes willen thut, Wird alle

bülf empfinden und keinen mangel finden An irgend einem gut.

8. 3hr finder, laßt euch lehren Die furcht des HErren rein; Kommt her, ihr sollt sie hören, Kommt alle insge­mein. Wer gute tag' begehrt, Der mag mich darum fragen, Ich will ihm treulich sagen, Was GOttes wort währt:

be=

9. Vor falschheit dich stets hüte, Bewahre mund und zung', Beschmuß nicht dein gemüthe Mit trug und lä­sterung; Von niemand übels sag; Was bös ist, mußt du hassen, Was gut, zu thun nicht lassen; Such fried, und jag ihm nach.

10. Des HErren augen sehen Auf die gerechten sehr, Sein ohr erhört ihr flehen, Daß er sie hülf gewähr'; Sein antlig steht dahin, Daß derer name werde Bertilget von der erde, Die gottlos sind vom sinn.

11. Wenn der gerechte schreiet, So hört es GOtt alsbald, Und rettung ihm verleihet In noth so mannig falt. Er ist denselben nah, Die son=

* 14. HErr gieb, daß ich dein' ehre Ja all' mein lebelang Von herzens­grunde mehre, Dir sage lob und dank. O vater, sohn und geist, Der du aus lauter gnaden Abwendest noth und schaden, Sei immerdar gepreist!

Mel. Erschienen ist der herrlich' 2c.

21.

meine seel', des HErren ſtets mit

allem fleiß. Durch psalmen und durch lobgefang Erhebe GOtt dein lebelang. Halleluja.

2. Ich will, so lang ich odem hab', und bis ich scheid von hinnen ab, Des HErren lob mit meinem mund Aus­breiten stets von herzensgrund. Hal­leluja.

3. Verlaßt euch doch auf fürsten nicht, Sezt nicht auf sie eu'r zuversicht; Weil sie nichts mehr als menschen sind, Bei welchen man nicht hülfe findt. Halleluja.

4. Der mensch ist ja nur erd' und thon, Hie muß er auch gar bald da­von: Da liegen denn zu einem mal 3m staube seine anschläg' all. Hallel.

5. Wohl dem hingegen, der sich fest Auf seinen HErrn und GOtt ver­läßt, Deß hülfe der GOtt Jacob ist, Den er anruft zu aller frist. Hallel.

6. Er hat ja himmel, erd' und meer Gemacht mit allem ihren heer; Wer nur auf ihn verlässet sich, Dem hält er glauben ewiglich. Halleluja.

7. Er hilfet denen, so gewalt Und