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Hannoversches Kirchen-Gesangbuch, nebst einem Anhange, Gebetbuche und den Episteln : auf Seiner Kgl. Majestät Allergnädigsten Befehl hrsg.
Entstehung
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für die mannigfaltigen Wohlthaten GOttes.

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fei, Daß ich all deine werke Mit| laff'n auf ihn, Von herzen auf ihn fleiß in gottesfurcht betracht, Dir stets vertrau und habe acht Auf deine güt' und stärke.

bauen, Daß uns'r herz, muth und sinn Ihm allezeit anhangen; Drauf fingen wir zur stund: Amen, wir werden's erlangen, Glaub'n wir's von herzens- grund.

25. N Erren, Was in mir ist, un lob', mein' seel', den er mehren, Bergiß es nicht, o herze mein! Hat dir dein' sünd' vergeben, Und heilt dein' schwachheit groß, Er­rett't dein armes leben, Nimmt dich in seinen schooß, mit reichem trost beschüttet, Berjüngt dem adler gleich; Der fön'g schafft recht, behütet, Die leid'n in seinem reich.

2. Er hat uns wissen lassen Sein heilig recht und sein gericht, Dazu fein' güt' ohn' maaßen; Es mang'lt an sein'r erbarmung nicht. Sein'n zorn läßt er bald fahren, Straft nicht nach unsrer schuld, Die gnad' thut er nicht sparen, Den blöden ist er hold; Sein' güt' ist hoch erhaben Bei denn, die fürchten ihn: So fern der oft vom abend, 3st unsre sünd' dahin.

3. Wie sich ein bat'r erbarmet Ueb'r seine lieben finderlein, So thut der HErr uns armen, Wenn wir ihn findlich fürchten rein. Er kennt das arm' geschlechte, Er weiß, wir sind nur staub, Gleich wie das gras zu rechnen, Ein' blum' und fallend laub: Der wind nur drüber wehet, So ist es nimmer da: Also der mensch ver­gehet, Sein ende ist ihm nah.

4. Nur GOttes gnad' alleine Steht fest und bleibt in ewigkeit Bei seiner lieb'n gemeine, Die stets in seiner furcht bereit, Die seinen bund behal­ten. Er herrscht im himmelreich: Ihr starken engel wartet, Sein's lob's, und dient zugleich Dem großen HErrn zu ehren, Und treibt sein heilig wort; Mein' seel' soll auch vermehren Sein lob an allem ort.

5. Sei lob und preis mit ehren GOtt vater, sohn und heil'gem geist, Der woll' in uns vermehren, Was er aus gnaden uns verheißt, Daß wir ihm fest vertrauen, Uns ganz ver­

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meine ſeel', bu ſollst den

HErren preisen, Was in mir ist, das muß ihm ehr' erwei­sen, Auf, auf, mein herz, und mache dich bereit. Vergiß ja nicht, vergiß nicht, mein gemüthe, Was dir der HErr für wunderbare güte Erwiesen hat die ganze lebenszeit.

2. Denn er hat dich von sünden los gesprochen Und denkt nicht mehr, was du bisher verbrochen, Er machet dich von schwachheit heil und rein. Es hat der HErr dein leben vom verder= ben Erlöst, daß du nicht ewig müssest sterben: Dein GOtt will dir forthin barmherzig sein.

3. Er frönet dich mit gnad' und mildem segen, Will deinen mund mit reicher fülle pflegen, Er machet dich von seinen gütern satt, Daß du mit lust darüber dich erfreuest, Und deine fraft, gleich adlern, gar berneuest, Weil er mit heil dich überschüttet hat.

4. Der HErr läßt recht denselben widerfahren, Die vor bedrängt und unterdrücket waren; Er hat sein thun dem Moses kund gethan, Und seine recht' Israel wissen lassen: Er ist voll güt' und will nicht immer hassen Noch ewiglich mit grimm uns sehen an.

5. Der HErr ist fromm, barmher­zig und sanftmüthig, Voll gnad' und gunst, geduldig, treu und gütig, Er handelt nicht mit uns nach unsrer schuld, Vergilt auch nicht nach unſern schweren sünden. So weit die höh' des himmels ist zu finden Hier von der erd, so weit reicht seine huld.

6. So weit der grund sich scheidet von der festen, So weit der oft ab­lieget von dem westen: So weit läßt er die sünden von uns sein. Sein gnaden- blick muß über die stets wal­ten, Die ihn mit furcht für ihren hel­