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einer feinen äußerlichen Zucht. im Stande, dieses aus eigener Andacht zu thun, so wird dieses Büchlein dazu Anleitung geben.
4. Ist man nun in den Beichtstuhl getreten, so hüte man sich, daß man sich nicht unverschämter Weise hinzu dränge, andere wegstoße, um eher beizukommen, sondern man bleibe in seiner Ordnung, ja man weiche auch gerne alten, kranken und schwangern Personen, weil auch das mit zur äusserlichen Zucht gehöret. and
Unterdessen da man in seinem Stuhle stehet, richte man sein Herz zu GOtt und gedenke, man habe es mit einem Herzenskündiger zu thun, der wohl wisse, ob wir uns bekehren wollen oder nicht, ob wir unser Versprechen halten wollen oder nicht? Man entschlage sich alles Umhersehens, aller Zerstreuungen, und wende entweder seine Augen zu GOtt, oder in's Gebetbuch, damit ja auf keinerlei Weise andere Gedanken in's Herz gelocket werden.
Wenn man beichtet, so thue man es mit den Worten, darin man den Zustand seines Herzens, nach den Stücken und Theilen der Buße ausdrücke. Eine auswendig gelernte Beichte ist gut, doch muß man sich nicht immer daran binden, weil sich unser Stand und Gemüthsbeschaffenheit ändert. Die Beicht kann nach den Theilen der Buße kurz oder mit dazwischen gesetzten Seufzern abgefaßt werden, wozu GOttes Geist selbst Kraft darreichen wird. Durch diese Art wird alle Furcht im Herzen verschwinden und Freudigkeit einkehren. short
5. Hat man gebeichtet, so nehme man das Wort der Lossprechung des Dieners Jesu Christi mit Freudigkeit an, als ob man sie aus JEsu Munde selbst hörete; denn was auf Erden wird


