Zwölf Regeln
vergeben, ist auch im Himmel vergeben, des Dieners Wort ist JEsu Wort, des Dieners Trost ist JEsu Trost, des Dieners Lossprechung ist JEsu Lossprechung. hin dit om jod jhil
Darauf gehe man mit Freuden nach Haus, und bringe die übrigen Stunden mit Andacht, Beten, Singen, Bibellesen hin. Wollte man sich aus dem Beichttag einen Fasttag machen, oder sollte es der Sonntag sein, daß man zu desto größerer Verbindung mit GOtt zu gelangen, sich des ordentlichen Tisches enthalten, und nur ein wenig Speise allein nehmen wollte, so wäre auch das eine feine äusserliche Zucht, welche zwar die Andacht befördert, aber daraus man sich kein Verdienst machen, oder meinen soll, damit sei alles gethan; denn GOtt siehet nicht auf den leeren Magen, sondern auf das bußfertige, mit Glaube, Liebe und gutem Vorsatz ausgeschmückte Herz. Kann aber damit die Andacht vermehret werden, so ist es nicht zu mißrathen.
6. Ist man am Sonnabend mit GOtt, mit Gebet und Gesang schlafen gegangen, so muß man am Sonntag morgen frühe und lange vor dem ersten Geläut aufstehen, auf daß man sein Herz zu dem Liebesmahl andächtig bereiten möge. Man wasche sich sauber und reinlich, und habe dabei die vorher angeführten guten Gedanken. Unter dem Ankleiden erinnere man sich nicht allein des Rocks der Gerechtigkeit JEsu, damit unsere Seele muß geschmücket sein, sondern singe dabei entweder: GOtt des Himmels und der Erden, oder: Allein GOtt in der Höh sei Ehr. Die Kleider, die man anthut, sollen Zeugen sein des Zustan
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