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A. Allgemeine Kirchenlieder.
3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer; nein, er giebt ihn für mich hin, daß er mich vom ew'gen Feuer durch sein theures Blut gewinn'. O du unergründ'ter Brunnen! Wie will doch mein schwacher Geist, ob er gleich sich hoch befleißt, deine Tief' ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit: Gottes Lieb' in Ewigkeit.
4. Seinen Geist, den edlen Führer, giebt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort'; daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Reich zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit: Gottes Lieb' in Ewigkeit.
5. Meiner Seele Wohl ergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Noth zustehen, nimmt er's gleich falls wohl in Acht. Wenn mein Können, mein Vermögen Nichts vermag, Nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an, sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit: Gottes Lieb' in Ewigkeit.
6. Himmel, Erd' und ihre Heere hat er mir zum Dienst
bestellt; wo ich nur mein Aug' hinkehre, find' ich, was mich nährt und hält, Thiere, Kräuter und Getreide, in den Gründen, in der Höh', in den Büschen, in der See; überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit: Gottes Lieb' in Ewigkeit.
7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüth, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb' und Güt'. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär' ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit: Gottes Lieb' in Ewigkeit.
8. Wie so manche schwere Plage wird vom Satan hergeführt, die mich doch mein Lebetage niemals noch bisher berührt! Gottes Engel, den er sendet, hat das Böse, das der Feind anzurichten war gemeint, in der Ferne weggewendet. Alles Ding währt seine Zeit: Gottes Lieb' in Ewigkeit.
9. Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde thut und aus der Bahn entweicht, also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu


