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12. Ohne Dich keinen Schritt! Mel. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen.
Vaterherz, o Licht, o Leben, o treuer Hirt, Immanuel! Dir bin ich einmal übergeben, Dir, Dir gehöret Leib und Seel! Ich will mich nichtmehr ſelber führen, der Vater soll das Kind regieren; so geh' nun mit mir aus und ein und leite mich auf allen Tritten; ich geh', ach hör', o HErr, mein Bitten! für mich nicht einen Schritt allein. 2. Du gängelst mich, ich kann nicht gleiten, Dein Wort muß ewig feste steh'n; Du spricht, Dein Auge soll mich leiten, Dein Angesicht soll mit mir geh'n; ja Deine Güte und Erbarmen soll mich umfangen und umarmen; o daß ich nur rechtkindlich sei, in Allem gläubig zu Dir flehe und stets auf Dei nen Wink nur sebe; so spür' ich täglich neue Treu'.
3. So lob' und lieb' ich in der Stille und ruh' als Kind in Deinem Schooß; das Schäflein trinkt aus Deiner Fülle, die Braut ist aller Sorgen los, fie forgetimmerdar in Allen, Dir, ihrem Bräut'gam zu gefallen; fie schmückt und hält sich Dir bereit. Ach, zeuch mich, zeuch mich weit von hinnen, was eitel ist, laß ganz zerrinnen, o reiner Glanz der Ewigkeit.
13. Mein Wunsch.
Mel. Herr und Aelt'ster Deiner Kreuzgemeine.
Cines wünsch' ich mir vor Allem Andern, eine Speise früh und spät; felig läßt's im Thränenthal sich wandern, wenn dies Eine mit uns geht: Unverrückt auf einen Mann zu schauen, der mit blut'gem Schweiß und Todesgrauen auf Sein Antlig niedersank und den Kelch des Vaters trank.
2. Ewig soll Er mir vor Augen stehen, wie Er, als ein stilles Lamm, dort so blutig und so bleich


