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Reisepsalter : [Nebst] Das Leiden und Sterben unseres Herrn u. Heilandes Jesu Christi
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Wüsten kommen werden. Hier ist unser Pilgrims­stand, droben unser Vaterland.

2. Himmelan schwing' dich, mein Geift; denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu Deinem Zweck erlesen. Ein von GOtt erleucht'ter Sinn kehrt in seinen Ur­sprung hin.

3. Himmelan! die Welt kann dir nur geborgte Güter geben. Deine himmlische Begier muß nach solchen Schäßen fireben, die uns bleiben, wenn die Welt in ihr erstes Nichts zerfällt.

4. Himmelan! ich muß mein Herz auch bet meinem Schaße haben; denn es kann mich ander­wärts tein so großer Reichthum laben, weil ich schon im Himmel bin, wenn ich nur gedenk' an Ihn.

5. Himmelan! ruft Er mir zu, wenn ich Ihn im Worte höre, das weis't mir den Ort der Ruh', wo ich einmal hingehöre. Hab' ich dieses Wort bewahrt, halt' ich eine Himmelfahrt.

6. Himmelan denk' ich allzeit, wenn Er mir die Tafel decket und mein Geist hier allbereit eine Kraft des Himmels schmecket. Nach der Kost im Jammerthal folgt des Lammes Hochzeitsmahl. 7. Himmelan! mein Glaube zeigt mir das schöne Loos von ferne, daß mein Herz schon auf­wärts steigtüber Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ist viel zu klein gegenjenen Glanz und Schein. 8. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimath führen, da ich über alle Noth ewig werde triumphiren. JEsus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann.

9. Himmelan! ach himmelan! das ſoll meine Loosung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn durch die Himmelsluft vertreiben. Himmelan steht nur mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin.