Druckschrift 
Tägliches Hand-Buch in guten und bösen Tagen, das ist: Aufmunterungen, Gebete und Gesänge 1) für Gesunde, 2) für Betrübte, 3) für Kranke, 4) für Sterbende; wie auch Sprüche, Seufzer und Gebete, den Sterbenden vorzusprechen, nebst Fest- Andachten ... / von Johann Friedrich Stark, Ev. Prediger zu Frankfurt a.M.
Entstehung
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den Sonntag andächtig hin.

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Frömmigkeit zunehmen und an dem in­wendigen Menschen wachsen möge. Ich bitte dich, gib mir deinen heiligen Geist, der mich die künftige Woche und die ganze Zeit meines Lebens daran erinnere, mich regiere, leite und führe. Gib deinen Segen zu meinen Arbeiten und Verrichtungen und laßz mich in deiner Gnade meine übri­gen Tage und Jahre ferner verleben, bis ich endlich werde dahin gelangen, da ich mit Danken und Beten dir einen ewigen Sabbath im Himmel feiern kann.

Heut ist des Herren Ruhetag, Vergesset aller Sorg' und Plag', Verhindert euch mit Arbeit nicht, Kommt vor des Höchsten Angesicht. Halleluja.

Sonntags- Gesang.

Mel.: Allein Gott in der Höh' sei Ehr'.

1. Der Sonntag ist des Herren Tag, Den läßt uns Gott erleben, Damit ein Jeder ruhen mag, Dazu ist er gegeben; Ach bringet doch denselben hin, Daß Seele, Herz, Gemüth und Sinn Gen Himmel sich erheben.

2. Den Tag hat Gott zur Ruh' und Rast Und seinem Dienst geweihet, Und ihn von aller Arbeitslaft Aus großer Gnad' befreiet; Hie soll von allem seinem Thun Der Herr und sein Gefinde ruh'n, Und sich in Gott erbauen.

3. Verflucht ist, der ein Werk vornimmt, Das Gott nicht selbst erlaubet, Und diese Zeit, die Gott bestimmt, Mit Arbeit ihm so raubet. Wer Wollust, Wucher, Sünden sucht, Der ist und bleibt von Gott verflucht, Und wird ohn' Segen bleiben.