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Erste Abtheilung.
dasein merken; In allen krea- Wie jammervoll, wie fürchterturen Find ich der gottheit spuren. lich Wird unser leben ohne 2. Das große weltgebäude dich! 15
Dein ruhm und meine freude 2. Wenn du nicht bist, wer Ruft in viel tausend chören: trägt und hält Und wer regieGott ist, ihn mußt du ehren! ret dann die welt? Und wer
3. Wer sprach es, daß die sorgt für mein leben? Zu wem erde, und daß der himmel wer- joll sich mein lobgesang, Daß de? Wer sprach es, daß im ich einst ward, zu wem mein meere Des wassers sammlung dank, daß ich noch bin, erhewäre? ind in ben? Verhängniß oder ohnge
4. Wer ließ in jenen höhen fähr Wär dann mein gott! Das sternen heer erstehen? und blind ist der! Dann wär
hieß des donners brüllen vernunft und freiheit spott; Die welt mit furcht erfüllen? Und schreckenvoll wär mir der 5. Du bist's gott! deine tod! Gott, wahrer gott! Wie werke Erzählen deine stärke grau'nvoll wird mir deine welt, Und deine weise güte Dem Wenn nicht dein arm sie führt achtsamen gemüthe. und hält.
6. Das würmchen in dem 3. Kann ohne dich ein glück ftaube, Die bunte raup am laube, erfreun, Für mich ein gut auf Das gras, die schlanken halmen erden sein? Und kann ich's Sind deines ruhmes psalmen. froh genießen? Was hilft mir
7. Herr du bist hoch erho- freiheit und verstand? Iſts ben, Und ewig hoch zu loben; keine wohlthat deiner hand? Wenn auch der sünder rotten Was nüßt ein gut gewissen? Dich leugnen und verspotten. Bist du nicht ſo erfreun sie
8. Laß alle, die dich kennen, nie, Ein traum ist ihre lust, Und dich mit ehrfurcht nennen wie sie. Die erd' ist finsterniß; Und die dir fest vertrauen, tein licht Strahlt her von deiDein gnädig antlitz schauen. nem angesicht. Kein himmel M. Herzlich lieb hab ich dich o Herr. jauchzt; Auf erden opfert nie12. Weh dem, der leugnet, mand dank Von anfang bis daß du bist. Unend- zum niedergang.
licher! sein leben ist Ihm leer 4. Ach wüßt ich keinen gott, von edler freude. Sein wilder wohin, Wollt ich vor starfen lasterhafter blick Sehnt sich hassern fliehn? Wem klagt ich umsonst nach wahrem glück; ihr verbrechen? Der unschuld Umsonst nach trost im leide. thränen, ihren tod Erhebe sich Die lust zu edlen thaten flieht. fein mensch, kein gott, An ihVor ihm, der seinen gott nicht rem feind zu rächen. Vor sieht. Nie fühlet sich sein herz schmach und ungerechtigkeit erfreut Von Wonne der unsterb- Gäb nur das grab ihr sicherlichkeit. Gott, unser gott! heit. Mit ihrem hauch wird auch


