92
Krieg. Friede.
nie ist er von uns fern; vom Auf- ren? Gott, unser Heiland, o er= gang bis zum Niedergang strahlt freu' mit deinem Gnadenschein auf's uns die Hand des Herrn. Neu' uns, die dein Zorn er2. Den Menschen wie den schrecket. kleinsten Wurm, trägt seine Güt' 3. O würde mit Posaunenschall and Macht; er ist im Sonnen- des Ew'gen Wort gehöret; daß schein und Sturm auf Aller Heil Frieden sein soll überall, bedacht.
100
Christus wird verehret; daß Alle, 3. Was wir auf Hoffnung aus denen er bekannt, die Waffen leggestreut, hat reichlich er gemehrt; ten aus der Hand, und bauten er hat das Flehn um Fruchtbarkeit Friedenshütten. auch dieses Jahr erhört.
4. Jhr zagt nicht, Heilige des 4. Die Aehren sind von Segen Herrn; der Muth, der euch beseeschwer, mit Gut krönt Gott das let, hält die Verzweiflung von uns Jahr. Christen, bringt ihm fern, so Gottvergeßne quälet. Gott, Ruhm und Ehr' mit frommer der da waltet weit und breit, ist Rührung dar. auch zu helfen stets bereit all' denen, 5. Ja, Höchster, wir verehren die ihn fürchten. dich mit findlich frohem Dank; 5. Zu ihm sei unser Herz ge= du nährst uns treu, gibst väterlich wandt. Er wird zu uns sich wenuns mehr als Speis' und Trank. den. Der Herr mit seiner starken 6. Du gibst Gesundheit, schenkst hand wird alle Drangsal enden, uns Kraft, Gedeihn zu unserm auf daß, zu seines Namens Ruhm, Fleiß; du bist es, der den Frieden des ganzen Volkes Eigenthum sei schafft, und dir gebühret Preis. Wohlfahrt, Zucht und Ehre.
7. Laß deiner Gaben Ueberfluß 6. Wo Christen jest in blutgem uns nun auch heilsam sein, und Streit einander treffen müssen, da gib uns Weisheit bei'm Genuß, wird dann die Gerechtigkeit sich daß wir sie nie entweihn. mit dem Frieden füssen; es werden 8. Auf dich steht meine Zuver- da, wo jest das Schwert in Feinsicht, dir wollen wir vertraun; bis des Hand die Flur verheert, sich wir dereinst im höhern Licht des Güt' und Treu begegnen. Glaubens Ernte schaun.
7. Dann wird mit Regen und mit Thau Gott unsern Boden negen, daß uns der werthen Heimath Au' erfreu' mit ihren Schäßen, Doch bleibt, so viel er uns auch gibt, ein Herz, das ihn vor Allem liebt, die höchste seiner Gaben.
"
krieg.
Mel. Aus tiefer Noth.
du
198. Herr, der bu vormals
Friede.
dein Land mit Gnaden angeblicket, und wenn du Strafen ihm gesandt, es wiederum erquicket; der du mit väterlicher Huld verziehen deinem Volk die Schuld, gelöset seine Bande.
Mel. Nun lob mein Seel.
199. Gottlob! es ist er2. Soll nun dein ernstes Strafschollen das eble gericht, o Herr, ohn' Ende wäh- Fried- und Freudenwort, daß ren? Willst du dein freundlich nunmher ruhen sollen die WafAngesicht nicht wieder zu uns feh- fen und des Krieges Mord.


