Friede.
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Nimm, Vaterland, nun wieder deinwach auf, wach auf, verstockte Welt, Saitenspiel hervor, und singe Freu- bevor dich neues Schrecken gleich denlieder, im hohen vollen Chor! einem Wetter überfällt. Wer aber Erhebe dein Gemüthe zu deinem Christum liebet, hab' unerschrocknen Gott und sprich: Herr, deine Huld Muth; der Frieden, den er giebet, und Güte bleibt jest und ewiglich. ist doch das höchste Gut. Nach
2. Was hätten wir verdienet, o diesem laßt uns ringen, nichts Herr, nach unsrer Missethat, die achten Kampf und Streit, durch weil noch immer grünet bei uns Tod und Leben bringen wir einst der Sünden arge Saat! Fürwahr, zur Herrlichkeit.
wir sind geschlagen geschlagen mit einer scharfen Ruth, und dennoch muß
Mel. Nun danfet alle Gott.
man fragen: wer ist, der Buße 200. Herr Gott, dich loben
und bleiben böse,
wir für deine großen
du bist und bleibest treu; machst, Gnaden! Du hast das Vaterland daß sich bei uns löse der Krieg und der Kriegeslast entladen, hast gnäsein Geschrei. dig uns verliehn des Friedens 3. Sei tausendmal willkommen, güldne Zier; drum jauchzet alles du theures, werthes Friedensgut! Volf: Herr Gott, dich loben wir! Nun sehen alle Frommen, wie 2. Herr Gott, wir danken dir! reicher Segen in dir ruht. In du sendest uns zwar Strafe; dein dich hat Gott versenfet des Lebens Ernst hat uns geweckt aus unserm höchstes Heil; wer dich verlegt und Sündenschlafe, doch wieder aufge fränket, den trifft sein eigner Pfeil, than ward uns die Gnadenthür, er drückt ihn sich in's Herze, und deß freut sich unser Herz: Herr löscht aus Unverstand die goldne Gott, wir danken dir! Freudenkerze 4. Dies
mit freventlicher Hand. 3. Herr Gott, dich loben wir! drückt uns Niemand könnt' unser Mund wohl schweibesser in unsre Seel und Herz gen? Du hast den Fürstenstamm hinein, als ihr, zerstörten Schlös bewahrt mit seinen 3weigen, haft ser, ihr Stätte voller Schutt Kirch und Land geschüßt; gib
und Stein, ihr vormals grünen Gnade für und für; die Nachwelt Felder noch mit Gebein bestreut, singe noch: Herr Gott, dich loben wir! ihr sonst so dichten Wälder, die 4. Herr Gott, wir danken dir! ihr verheeret seid; ihr Gräber und preisen deinen Namen! Herr voller Leichen, getränkt mit Blut Gott, dich loben wir und alle Welt und Schweiß, der Helden, de sag Amen! Was lebt und Odem ren Gleichen auf Erden man kaum hat, preist dich voll Dankbegier! weiß. Herr Gott, wir loben dich! Herr 5. Ach, laß dich doch erwecken, Gott, wir danken dir!
DOPY


