Druckschrift 
Fürstlich Ysenburgisches Gesangbuch zur Beförderung der öffentlichen und häuslichen Erbauung : [nebst] Anhang zum christlichen Gesangbuche
Einzelbild herunterladen

4

Dasein Gottes.

Freundlichkeit, voll Huld, tig: Werde! entstand deint barmherzig, gnädig, voll Ge- großes Werk, der Himmel duld; ein Vater, ein Ver- und die Erde. Mit deinem schoner. kräft'gen Wort trägst du die

7. Unsträflich bist du, ganze Welt, und deine Macht heilig, gnt, und reiner als vollführt, was uns unmög­die Sonne. Wohl dem, der lich fällt.

deinen Willen thut: denn 4. Du bist der Herren du vergiltst mit Wonne. Herr; der Erde Majestäten Du hast Unsterblichkeit allein, sind, Höchster, vor dir Staub bist selig, wirst es ewig sein; auch Geister kannst du töd­hast Freuden, Gott, die Fülle. ten. Wen du erniedrigest,

8. Dir nur gebühret Lob Gott, wer kann den erhöhn? und Dank, Anbetung, Preis Wen du erhöhen willst, deß und Ehre. Kommt, werdet Hoheit muß bestehn.

Gottes Lobgesang, ihr alle 5. Wer hat dich je ge­seine Heere! der Herr ist sehen? Wer kann im Fleisch Gott und keiner mehr! Wer dich sehen? Kein sterblich ist ihm gleich? wer ist, wie Auge reicht bis zu den Lich­er, so herrlich, so vollkom- teshöhen von welchen du men? mit Huld auf deine Schö­Mel. Nun danket alle Gott. pfung blickst, und alles, was 4. Anbetungswürd'ger Gott da lebt, erfreuest und be­mit Ehrfurcht stets glückst.

zu nennen! Du bist unend- 6. Ja, hier erkennen wir lich mehr, als wir begreifen dich nur sehr unvollkommen; können. O flöße meinem wird aber dermaleinst der Geist die tiefste Demuth ein, Vorhang weggenommen, der und laß mich stets vor dir dich, Unendlicher, noch un­voll Chrerbietung sein! serm Blick verschließt; dann

2. Du riefft dem, das jehn wir heller ein, wie herr­nicht war, um Lust und lich du, Gott, bist. Seligkeiten auf's mannigfal- 7. Jndeß sei auch schon tigste um dich her auszu- jetzt dein Ruhm von uns be­breiten. Die Liebe bist du sungen. Verschmähe nicht selbst; Verstand und Nath ein Lob von lallend schwa­sind dein, und du gebrauchst chen Zungen! Dort soll, sie gern, zu segnen, zu er- wann wir dereinst in hel­freun. lerm Licht dich sehn, auch

3. Du sprichst, und es stärker unser Lied dich, gro­geschieht. Auf dein allmäch- ßer Gott, erhöhn.