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Unterricht
3. Als er aber nach siegreich vollbrachtem Werke gen Him mel aufgehoben ward und eine Wolke ihn den Augen der Seinen entrückte, da hat er den evangelischen Gnadentroft der Absolution nicht mit sich von hinnen genommen. Schon in den Tagen seiner Niedrigkeit hat er seiner Kirche gedacht, welcher er nach seinem Hingang nicht mehr sichtbar gegenwärtig sein würde. Als gegenüber den schwankenden Meinungen über seine Person Petrus unter den Aposteln das Wort ergreift und sich zu ihm als dem Christ, dem Sohn des lebendigen Gottes, bekennt, sagt Er ihm: Du bist Petrus und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Und will dir des Himmelreichs Schlüssel geben: alles was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein und alles was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel los sein( Matth. 16, 18. 19). Was hier dem Petrus Sonderliches verheißen wird, hat sich dadurch erfüllt, daß er es gewesen ist, welcher durch seine Pfingstpredigt die Dreitausend gewann und dann in das Haus des Hauptmanns Cornelius einging, also dadurch daß die aus Juden und Heiden gesammelte Erstlingsgemeinde Christi auf Petrus und sein Apostelwort wie ein Haus auf Felsengrund erbaut ward. Die Macht aber zu binden und zu lösen, welche Matth. 16, 19 zuerst Petrus empfängt, wird von dem Herrn Matth. 18, 18 auch den andern Aposteln und, wie dort der Zusammenhang der Rede beweist, nicht allein den Aposteln


