II. Das Abendmahl.
Glauben: ob der äußerliche Mensch verweset, wird der innerliche von Tag zu Tag erneuert, und des inwendigen Menschen Erneuerung wird die Erneuerung des äußerlichen zur Folge haben. Und du, der du mit dem Gefühl der nahenden Trennung von Leib und Seele im Tode das Abendmahl begehrest, sprich du nur: mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen; irdisch werd' ich ausgesät, himmlisch werd' ich auferstehen. Hier geh' ich natürlich ein, nachmals werd' ich geistlich sein! Nichts ist an deinem ganzen Menschen, o lieber Christ, das von dem Abendmahl nicht Segen hätte. Der Leib bebt in heiliger Wonne, die Seele empfängt neuen. Liebestrieb, der Geist hört die Stimme des Gottesgeistes von der Kindschaft. Gott segne dein Vorhaben. Der Gott des Friedens heilige dich durch und durch, daß dein Geiſt ganz sammt der Seele und Leib müsse unsträflich erhalten werden in der Zukunft unsers Herrn Jesu Christi. Getreu ist der, welcher dich ruft, welcher wirds auch thun( 1 Thess. 5, 23 u. 24.).
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Gebet.
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Herr Jesu Christe, das Geheimniß ist groß von der Gemeinschaft deines Leibes und Blutes in dem heiligen Abendmahl. Hilf mir nur durch deinen heiligen Geist, daß ich mit Ehrfurcht vor dasselbe trete! Und ob ich dasselbe nicht faſſe,


