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Beicht- und Communionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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II. Das Abendmahl.

sehr nahe, daß auch der Leib, in dem wir wallen, von dem Rath der Erlösung nicht ausgeschlossen ist, denn der Heiland gebraucht auch leibliches Essen und Trinken zu einem Mittel, das geistliche Leben mit seliger Wonne zu erfüllen. Warum auch sollte der Leib gering geachtet werden? Auch der Leib des Menschen ist Gottes Creatur. Ohne Leiblichkeit ist der Mensch kein ganzer Mensch. Muß freilich dieser Leib, den wir tragen, weil er der Sünde sich zum breiten, behaglichen Wohnsitz dargeboten hat, sterben und verwesen, nirgends sagt die Schrift, daß des Menschen Vollendung ohne Leiblich­keit sein werde. Wie wir gesehen haben, daß der Herr, der uns gleich geworden, damit wir ihm gleich würden, in ver­klärtem menschlichen Leibe zum Vater gegangen ist, so werden auch wir in verklärter Zeiblichkeit ewig leben. In dem Glauben, den wir bekennen, sagen wir: Vergebung der Sünden, und unmittelbar darauf: Auferstehung des Fleisches. Wenn nun das heilige Abendmahl die Vergebung der Sünden uns aufs kräftigste versiegelt, sollten wir vom Altar weggehn ohne zugleich die neue Gewißheit zu erlangen: dieser Leib, der heute das gesegnete Brot und den gesegneten Kelch em­pfangen, wird auferstehen in neuem Leben? Darum, du Genosse des heiligen Altars mit dem gesunden, blühenden Leibe, vergiß nicht, daß dieser Leib deinem Herrn gehört und im Geiste gieb ihn dem Herrn zum Dankopfer! Du, der du nur mühsam die gebrechliche Hütte deines Leibes an Gottes Altar hast aufgeschlagen, trage sie wieder heim im fröhlichen

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Univ.- Bibl. Giessen