II. Das Abendmahl.
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gegnete unser Auge in dem Heiligthum dem Auge eines uns nahe Befreundeten und der stille Blick, der gewechselt ward, sagte deutlich: wir glauben an eine Gemeinschaft der Heiligen. Aber ob wir keinen der Mitfeiernden nach dem Angesicht gekannt hätten, hier galt: als die Unbekannten und doch bekannt, in dem gemeinsamen Glauben, der zur Liebe treibt. Ja, die Gemeinde, die an dem Altar sich sammelte, Junge und Alte, Männer und Frauen, Reiche und Arme, war uns das Bild jener großen Christengemeine, in welcher alle Unterschiede zur gliedlichen Gemeinschaft des Leibes unter dem Haupte Christus sich verklärt haben. Die Seele ist sehnsüchtig geworden nach ihrer Vollendung in der Gemeinde, nach ihrem Wachsthum in der Liebe, sie möchte auch die Feinde in Liebe gewinnen, sie möchte die fern von Christo Wandelnden herbeirufen, sie ist auf des Einen Hirten grüner Aue und zu seinen frischen Wassern gewandelt, sie möchte die Eine Heerde sehen und zu ihr gehören. Kommt, ach kommt, ihr Gotteskinder, und erneuert euren Bund! Schwöret eurem Überwinder Lieb und Treu aus Herzensgrund! Und wo eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, o so betet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt!
6. Du kannst den Blick in die Vollendung des Leibes Jesu Christi nicht lenken, ohne an deine eigene Vollendung und insonderheit auch an deines Leibes Vollendung zu denken. Das heilige Abendmahl ist ein Mahl der Auferstehung. Es liegt unserm frommen Sinnen der Gedanke
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