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Beicht- und Communionbuch / von Wilhelm Baur
Entstehung
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II. Das Abendmahl.

dächtniß. Desselbigen gleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; solches thut, so oft ihr es trinket, zu meinem Gedächtniß. Wie der Herr an jenem Abend nach dem Passahmahl, um ein ganz Neues zu stiften, noch einmal das Brot und den Kelch mit Danksagung herumreichte, so wird noch heute, wo das Abend­mahl schristmäßig verwaltet wird, nach mancherlei Brauch doch immer dieselbe Doppelgabe des Brotes und Weines ge­geben, sichtbar dem Auge und dem Geschmacke spürbar. Und Brot bleibt Brot, und Wein bleibt Wein, aber in dem Brot und Wein wird dir eine andere, eine höhere, eine das ewige Leben nährende Speise und Trank dargeboten. Nicht also, als ob ras sinnige Bild des Brotes als der kräftigsten Speise, und des Weines als des edelsten Trankes nur dazu gewählt wäre, um den Flügeln deiner Gedanken, die aus dem Sinnlichen ins Geistliche emporwollen, Aufschwung zu geben. Nein, nicht Sinnbilder nur sind Brot und Wein, die den Geist wecken sollen, daß er die geistliche Gabe erst sich suche, sondern Träger dieser Gaben selbst. Denn der Herr sagt, indem er das Brot carreicht: das ist mein Leib, indem er den Kelch bietet: dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut. Also in dem Brot und Wein wird der Leib und Blut Jesu Christi geboten. Nicht also, daß das Brot wesentlich in den Leib, der Wein wesentlich in das Blut Jesu Christi verwandelt und doch dem Brot und Wein, was sein

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