II. Das Abendmahl.
Vorbildern das Wesen gegeben. Wir haben zurückgeschaut auf der Gnade Vorschmack im Passah. Wir versenken uns in die Gnadenfülle im heiligen Abendmahl. Hinein werden wir geführt durch die Erinnerung an die Zeit, in welcher er das Mahl eingesetzt. Es war die Nacht, da er ver-. rathenward, die Nacht, in welcher er Treue hielt, bis in den Tod und als der gute Hirte auch das Leben für die Schafe gab, die Nacht, in welcher auch die liebsten Menschen nicht bei ihm aushielten und die doch die Überschrift trägt: wie er hatte geliebet die Seinen, die in dieser Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende( Johs. 13, 1.). Da sollte sich das alte Wort in unerhörter Weise bewähren: Liebe ist stark wie der Tod, und Eifer ist fest wie die Hölle. Ihre Gluth ist feurig und eine Flamme des Herrn; daß auch viele Wasser nicht mögen die Liebe auslöschen, noch die Ströme sie ersäufen ( Hohel. 8, 6 u. 7.). Die Wasser des Hasses brausten daher, hier eine Tiefe und da eine Tiefe die Liebe blieb Liebe. Die Ströme des Todes erhoben sich, Tod zu überwinden, ging in den Tod. Es war die Nacht, da die heilige Liebe, wie es in dieser sündigen Welt kommen mußte, völlig vereinsamt ward, und da sie sich aus dieser Vereinsamung lockend, suchend, loskaufend nach aller Welt ausstreckte. Der Herr hatte herzlich verlangt das Oſterlamm mit seinen Jüngern zu essen. Sie haben es in seinem Auftrag bereitet, sie sammeln sich um ihn, aber sie streiten um den Vorrang: da wäscht er ihnen die Füße und predigt
die Liebe, um den
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