I. Das Weizenkorn und der Weinstock.
13 wir sind des Weizenkornes Frucht, indem wir glauben, und zugleich ist das Weizenkorn unser Brot, das wir im Glauben empfangen. Und ein Paar Tage später, schon hatte der Herr das Abendmahl eingesetzt und war im Begriff in die Nacht hinauszugehen und in Gethsemane die Schatten des Todes über sich ausbreiten, zu lassen, da sprach er: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibet, und ich in ihm, der bringt viele Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts thun( Johs. 15, 5.). Ein untadelicher Weinstock war Jesus Christus voll frischen Lebenssaftes, voll Kraft des feurigen Weines. Hätt' er mitten im Volke sich von ihm abgetrennt, hätt' er nicht den Trieb gehabt, über den Weinberg Gottes, das Volk Israel, ja über alle Länder der Erde sich wachsend auszubreiten, was wär' aus ihm geworden, was wär' er heute? Wir sind selbst Reben an ihm geworden, so ferne dem Boden, aus welchem er zuerst hervorgewachsen, daß uns das nichtfortwachsen dieses Weinstocks in aller Welt im Widerspruch mit seinem tiefsten Lebenstriebe erscheinen würde. Denn das eben ist dieses Weinstocks Herrlichkeit, daß er sich hat Wunden schlagen lassen, durch welche sein Leben ausströmte, er aber zugleich die Menschen, die sterben wollten, an sich zog, mit sich als Reben zusammenfügte. Für uns, für uns! so klingt es wieder. Wir sind des Weinstocks Reben und zugleich ist er der Wein, von welchem wir Kraft empfangen. Das Weizenkorn ist Christus und das Brot, der Weinstock ist er und der Wein. Christi Fleisch ist die
-
-


