• I. Das Weizenkorn und der Weinstock.
rechte Speise, Christi Blut ist der rechte Trank. Der ganze Christus ist unsers Lebens Nahrung, unser Leben selbst, weil er der wahrhaftige Gott ist, in menschlicher Natur uns nahe getreten, weil er die Liebe ist, die Fleisch geworden, weil durch ihn wir wieder dahingekommen sind, wo wir sein sollen: in des Baters Haus, an des Vaters Tisch, an des Vaters Herz. Ja selig sind die da hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden( Matth. 5, 6.).
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Gebet.
O Herr, mein Gott, lieber himmlischer Vater, ewige Liebe, ich danke dir, daß du mich je und je geliebet und aus lauter Güte zu dir gezogen und mich durch deine Gnade, durch dein Wort aus dir selbst genähret hast! O Herr, mein Heiland, Jesu Christe, des Vaters Abglanz und doch mein Bruder, ich danke dir, daß du so tief in mein Elend dich hernieder geneiget und meine Sünde auf dich genommen, daß ich leben durfte! O heiliger Geist, du Geist der Kindschaft, mein Tröster, ich danke dir für das helle Zeugniß der Gotteskindschaft, das du in meinem Geiste mich hören läsfest! Nun hilf mir, mein Gott, daß ich mich ganz und gar in deine Liebe hineinberge! Nun hilf mir, mein Heiland, daß ich dich ganz und gar als meine Speise und meinen Trank zum Leben im Glauben aufnehme! Nun hilf mir, du tröstender Geist, daß keine Sünde mir Angst, kein Leid mir Grauen bringen könne,


