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Geistreiche und andächtige
des Andern in unserer Trübsal von Herzen annehme und erbarme, und wolleft nach Deinem väterlichen Willen diesen Abgang und Verlust künftig in andern Wegen gnädig erstatten und nach diesem elenden, mühseligen Leben uns Allen geben die himmlische Freude und ewige Seligkeit, durch JEsum Christum, unsern einigen Seligmacher, in Kraft des heiligen Geistes. Amen.
Danksagung,
wenn das Wetter glücklich abgegangen.
Der Donner hört auf: Ach, GOtt und Vater! laß den
Donner Deines Zornes auch aufhören gegen uns! Das Bligen läßt nach: Ach, hilf, HErr JEsu! daß wir immerdar gedenken an die letzte Zukunft, welche wird schnell kommen wie der Bliz. Das Donnern und Blißen hat uns erschreckt: Ach, edler Tröster, heiliger Geist! tröste uns wieder jetzt und allezeit, daß wir unserm GOtt getroft vertrauen, auf Seine große Macht feftiglich bauen und immer zu Ihm in den Himmel schauen.
Nun ist das Wetter vorüber und hat sich gewendet: darum solle sich keiner verdrießen lassen, sich mit einem schönen Dankpsalmen zu GOtt in dem Himmel zu wenden; weil wir im Werk erfahren, daß GOtt unser in Gnaden gedacht, unsern Wunsch wegen väterlicher Erlösung erfüllt, sollen wir billig auch Seiner mit einer schuldigen Danksagung gedenken: Alsdann sind wir recht gläubig, wenn wir das, so wir mit Worten versprochen, im Werk erfüllen. Denn wer seine Augen im kindlichen Vertrauen zu GOtt im Himmel erhebt, denselben schaut Er hinwiederum väterlich an: Wer fleißig GOtt, seinem Wohlthäter und Beschüßer, für Alles dankt, an den gedenkt Er auch mit Wohlthun und Schuß je länger je mehr. Darum so laßt uns


